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Marc Schadegg

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FLOORBALLSTAR Am Mittwoch startet die Studenten WM in Prag. Die Vorschau gibt es auf http://t.co/r6FX3ZkW!
about 14 hours ago.
Thursday, 22. September 2011 13:48
Vierkampf um die Krone!

In der schwedischen Elitserien, der höchsten Spielklasse der Frauen, wurde das erste Bully bereits vor ein paar Tagen gespielt. Mit etwas Verspätung folgt dennoch eine Saisonvorschau der besten Damenliga der Welt. Wir wagen einen Ausblick Richtung Qualifikationsende und haben die Mannschaften dafür in vier Kategorien unterteilt!

 

 

Die Top-Vier

IKSU, IBF Falun, Rönnby IBK und Djurgardens IF sind die grossen Favoriten auf den Meistertitel und werden die ersten vier Plätze wohl unter sich ausmachen. Beim Meister Djurgarden gab es einen prominenten Wechsel. Mit Mikael Öhman, einem ehemaligen SSL-Spieler, steht ein neuer Coach hinter der Bande. Er wechselte direkt vom Spielfeld ins Traineramt. Der Kader ist gespickt mit grossen Namen wie Malin Eriksson, Emelie Lindström oder Hermine Dahlerus. Wer solch qualitatives Spielermaterial zur Verfügung hat, muss sich vor niemandem verstecken, auch wenn der Meister drei gewichtige Abgänge zu verzeichnen hatte. Das Startspiel gegen das ambitionierte Rönnby ging trotz klingenden Namen bereits verloren. Mit diesem Sieg konnte Rönnby die guten Leistungen der Vorbereitung bestätigen. Nach dem enttäuschenden Abschneiden vom letzten Jahr - Aus im Viertelfinal - ist man auf Wiedergutmachung aus und strebt den Gewinn der Meisterschaft an. Mit Kajsa Reingard wurde eine kampfstarke Spielerin verpflichtet, die dem Team viel Schwung verleihen kann. Sonst blieb vieles beim Alten. Immer noch dabei ist die Alleskönnerin Karolina Widar. Auch Falun zählt in dieser Saison zum Kreis der Titelanwärterinnen. Neu an Bord ist Sara Kristoffersson, die nach einem Gastspiel bei Mora, zurück an ihrer alten Wirkungsstätte ist. Als Mitgepäck wurden die beiden Zwillingspaare Petra & Ingela Hansson sowie Hanna & Frida Lindgren verpflichtet, die als Versprechen für die Zukunft gelten. Nennenswerte Abgänge gab es keine. Ein gutes Händchen in Sachen Transfers hatte man in Nordschweden. Neu laufen Elin Tjärnström und Malin Alfredsson für die letztjährigen Finalistinnen von IKSU auf. In der Verteidigung gab es aber einige Abgänge, die zuerst gleichwertig ersetzt werden müssen. Dafür konnte mit Malin Marklund eine erfahrene Torfrau verpflichtet werden. Mehr dazu später. Unsicher hingegen ist, wie es um die Gesundheit der Nationalspielerin Viktoria Wikström steht.

Die übrigen Playoffteilnehmerinnen

Um die Ränge fünf bis acht und damit um die Qualifikation für die Playoffs werden sich einige Teams streiten. IBK Dalen, Endre IF, KAIS Mora und Pixbo Wallenstam sind dabei zu favorisieren. Bei Dalen gab die Torfrau Marklund Ende vergangene Saison ihren Rücktritt. Jedoch nur kurz, denn der Rücktritt vom Rücktritt folgte auf dem Fuss. Neu wird sie aber nicht mehr für Dalen, sondern für die Rivalinnen aus der Stadt, IKSU, das Tor hüten. Ein richtiger Skandal im abgelegenen Umea. Auch ohne Marklund und trotz Czech Open Finalniederlage gegen Pixbo, ist man bei Dalen überzeugt, die Playoffs zu erreichen. Die Czech Open Gewinnerinnen, Pixbo Wallenstam aus Göteborg, streben ebenfalls die Playoffs an. Fehlen wird dabei die Scorerin Tjärnström, die durch den Zuzug von Sara Helin ersetzt sein sollte. Auch neu ist die Torfrau Sara Hjorting, die im vergangenen Jahr noch für Täby spielte. Auch bei Endre ist man zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen. Die neue Mannschaft der Schweizerin Tanja Stella wird versuchen, den Favoritinnen ein Bein zu stellen. Zurück in der Schweiz ist hingegen Simi Berner. Mit der technisch versierten Finnin Sanna Raisko wurde eine hoffnungsvolle Spielerin verpflichtet. Zusätzlich gestärkt wird die Mannschaft durch die Rückkehr der routinierten Maria Zillen (ledig Jakobsson) und der talentierten Camilla Wahlström. Mora hatte in der letzten Saison eine bittere Pille zu schlucken. Gegen den späteren Meister schied man im Halbfinale erst im letzten Spiel aus. Diese Saison wird aufgrund einiger Abgänge nicht einfacher. Vor allem jener von Sara Kristoffersson wird nur schwer zu Verschmerzen sein. Neu dabei sind unter Anderen die beiden Schweizerinnen Natalie Stadelmann und Silvana Nötzli, die das Team auf Playoffkurs bringen sollen. 

Die untere Hälfte

Hinter den Playoffrängen folgt bald die Abstiegsangst. Folgende Teams werden sich voraussichtlich auf den Rängen 9 bis 13 platzieren. Huddinge IK verpasste letzte Saison die Playoffs. Dieses Jahr soll alles anders werden. Erfahrene Spielerinnen  aus unteren Ligen wurden dafür engagiert. Als Toptransfer kann die sechsfache dänische Meisterin Helle Grönbech bezeichnet werden. Schwer wiegt hingegen der Abgang der Torfrau Emelie Frisk. Karlstad IBF konnte die beiden Schlüsselspielerinnen Ida Persson und Sofina Haglund halten. Die Truppe wird zusätzlich von Power-Forward Lina Segerblom verstärkt. Karlstad könnte durchaus für die ein oder andere Überraschung gut sein, denn das körperbetonte Spiel ist nicht überall gern gesehen. Täby IS verpasste letzte Saison die Playoffs nur hauchdünn. Die vielversprechenden und torhungrigen Spielerinnen müssen in dieser Saison die letztjährige Leistung bestätigen. Ob es für mehr als die untere Hälfte reicht, kann bezweifelt werden. Eher gegen die Relegation werden die Spielerinnen von Örebro SK kämpfen. Sie bewiesen aber bereits letzte Saison und in der Vorbereitung ihren Kampfgeist. Mit Carolina Ferm konnte eine interessante Spielerin in die Studentenstadt gelockt werden. Für mehr reicht die vorhandene Qualität des Kaders nicht aus. Die Aufsteigerinnen von Sala Silverstaden könnten zur grossen Überraschung werden. In den vorsaisonalen Freundschaftsspielen wusste die Equipe zu überzeugen. Interessant wird sein, ob die Torschützin vom Dienst, Madelene Backlund, die in der letzten Saison 64 mal ins gegnerische Tor traf, ihre Tore auch in der Elitserien erzielen wird.

Das Schlusslicht   

Der zweite Aufsteiger, Jönköping IK, wird als schwächstes Team der Liga angesehen. Die Chancen für die Playoffs sind minim. Der Kampf gegen den Abstieg ist vorprogrammiert. Wer keine Chance hat, nutzt diese manchmal. Wenn aber was gehen soll, so muss Sara Anteryd wieder kräftig punkten. In der vergangenen Saison waren es immerhin 77 in 29 Spielen. Unterstützung erhält sie von einigen Zuzügen, die ihre Elitserien-Tauglichkeit aber erst noch beweisen müssen. 

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