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about 14 hours ago.
Friday, 11. March 2011 12:24
"Unihockey ist kein TV-Sport"

Die zweite Drittelspause im Herrencupfinal hat eben begonnen. GC und Wiler sind im Bauch der Wankdorfhalle verschwunden und unter dem Dach der Wankdorfhalle sitzt Alex Simon auf einem Hocker und schaut auf sein Mobiltelefon. Er ist Kameramman bei der TPC und gönnt sich eine wohlverdiente Pause. Im Auftrag von Swiss Unihockey und der Mobiliar produzierte er zusammen mit seinen Kollegen die Live-Sendungen vom Cupfinal. Wer die Kameras beobachtete, konnte erahnen, welche Anforderungen an die Kameramänner gestellt wurden. Simon zoomte schnell rein ins Geschehen, bevor er wieder in die Totale zurückschaltete, von der der Zuschauer fast das gesamte Spielgeschehen im Überblick hatte. Auch die schnellen Wendung verlangten höchste Konzentration und ein geübtes Auge. Simon meint jedoch: "Es ist nicht viel anders als EIshockey". Die Schwierigkeit bestünde vielmehr im grossen Abstand zwischen dem Feld und der Kamera und der steilen Tribüne, welche einen für ihn ungewohnten Aufnahmewinkel verursache. Zudem sei der Spielverlauf etwas unberechenbarer als im Eishockey. Schliesslich gibt's kein Offside."Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Das etwas langsamere Frauenspiel war ideal", sagt er mit einem Augenzwinkern in der Pause des Herrenspiels. Trotz dieser Umstände produziert Simon sehr gerne Unihockeyspiele. "Das ist wie Ferien", fügt er an. An Eishockeyspielen oder Fussballmatches würden er und seine Kollegen regelmässig mit Bier übergossen oder gar tätlich angegriffen. An Unihockeyspielen sei das Publikum sogar ausserordentlich zuvorkommend. Trotzdem sieht er Probleme. "Unihockey ist kein TV-Sport", sagt er deutlich. Eine Sportübertragung lebe schliesslich von den Emotionen, den Nahaufnahmen und Zeitlupen. Diese könne man in einer Unihockeysendung kaum einbauen, da es kaum Pausen gebe wie im Eishockey wo die Bullys den Spielfluss brechen und die Teams langsamer wechseln. "Da müssten wohl die Regeln angepasst werden, um das zu ermöglichen", sagt er zum Schluss, wirft einen letzten Blick auf sein Handy und ergreift die Kamera. Die Pause ist vorbei.

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