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2 days ago.
Friday, 17. December 2010 18:01
Schwedischer WM-Kater
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Die Schweiz trauert immer noch den verpassten Chancen im Halbfinal nach. Sieger Schweden geht es trotz dem Finaleinzug nicht besser. Die Niederlage gegen Finnland traf die Unihockeymacht hart. Einige Spieler, allen voran Magnus Svensson liessen sich nach dem Match über die Schweizer Schiedsrichter Erhard/Renz aus. Gegenüber dem Innebandymagazinet sagte Svensson: "Wir wurden da draussen teilweise fast vergewaltigt, ohne dass sie gepfiffen hätten." Gleichzeitig waren die Spieler aber auch selbstkritisch. Wieder Svensson: "Unsere Linie war zu schwach. Wir können nicht bloss 20 Minuten einigermassen gut spielen." Insgesamt anerkannte man in Schweden die Überlegenheit Finnlands im Final. Viele ehemalige und aktuelle Trainer kamen in etwa zum selben Schluss. Nämlich, dass Finnland sich in den letzten Jahren stark entwickelt und ein eigenes, temporeiches und technisches Unihockey entwickelt habe. Schweden hingegen sei zu passiv gewesen und habe sich auf den Erfolgen der vorherigen Jahre ausgeruht. Auf Kontinuität zu setzen sei letzten Endes falsch gewesen. Exemplarisch dafür der ehemalige Balrog-Coach Mika Packalén in seinem Blog: "Schuld haben alle wir Trainer." Seiner Meinung nach spielen die meisten Superliga-Teams praktisch gleich. Aus einer sicheren Raumdeckung wolle man mit einem leichten Steuerspiel zu Kontern kommen. Diese Taktik sei von Kurzsichtigkeit geprägt und bringe die Spieler und das schwedische Unihockey langfristig nicht weiter. Der Grund dafür sei hauptsächlich Faulheit. Denn etwas Neues zu entwickeln sei halt anspruchsvoller.

Während Schweden vor zwei Jahren den WM-Titel erst in der Verlängerung abtreten musste, war die Niederlage vor Wochenfrist zu deutlich, um nicht zu einem Umdenken anzuregen. Die Schweden werden die Lehren daraus ziehen und ganz sicher Veränderungen vornehmen. Man darf darauf gespannt sein, wie sie sich 2012 in der Schweiz präsentieren werden. Magnus Svensson scheint die schwache Leistung im WM-Final jedenfalls verdaut zu haben. Im ersten Spiel nach der WM gelang ihm gestern beim Heimsieg gegen Umeå City gleich ein Hattrick (Video).

Bild: Magnus Svensson kommt zu spät gegen Mika Kohonen (Ville Vuorinen, magicalgames.fi)

Video: Warberg IC

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