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FLOORBALLSTAR Ein unvergessliches Abenteuer. Manu Hartmann blickt auf sein Jahr in Prag zurück:http://t.co/O33UA0io
2 days ago.
Monday, 06. December 2010 23:40
Games noch nicht magisch
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Auch floorballstar.com kann auf die Dienste eines Korrespondenten an der Herren-WM in Finnland zählen. So hat er die ersten drei Tage erlebt:

Die Magical Games in Helsinki, oder anders, die 8. Weltmeisterschaften der Herren sind gestartet. Für die Anreise nach Finnland brauchte es beim einen oder anderen Team dann aber doch bereits ein wenig Magie. Seit Dienstag streikt das Kabinenpersonal von Finnair und Blue1. Und dies sind die einzigen Airlines die von Zürich Helsinki direkt bedienen. Blue1, welche man im Vergleich mit Finnair wohl eher als Billigairline bezeichnen kann, fand dann aber wenig überraschend erstaunlich schnell eine Lösung für den Streik. Seit Donnerstagnachmittag wird da wieder geflogen. Ganz im Gegensatz zu Finnair, mit welcher die Schweizer hätten fliegen sollen. Dies bedeutete eine Umbuchung auf einen Flug via Prag, wobei wiederum der Weiterflug ab Prag storniert wurde. Da sind sich wohl einige Flughäfen in Europa nicht an den Schnee gewohnt. Das Schweizer Team verbrachte den Tag in Kloten und konnte am Abend doch noch mit der wieder fliegenden Blue1 nach Helsinki fliegen. Ich musste mir da weniger Sorgen um meinen Transport nach Finnland machen. Blue1 war gebucht, die Stunde Verspätung drückte auch kaum auf die Vorfreude.  Doch dann in der Ankunftshalle 1 in Helsinki der Schock: Hundert Koffer stehen herum und seit einer Stunde  kreisen die selben Gepäckstücke auf dem Band.  Wie war das mit dem Streik? Vielleicht wird in Helsinki das Gepäck auch vom Kabinenpersonal verladen? Als die Nachsendeaufträge dann bereits ausgefüllt waren, kam die Durchsage, dass auf Band 12 nun das Gepäck aus Zürich käme, wie von Zauberhand. Ein Raunen ging durch die Halle und man griff sich die eiskalten Koffer und Taschen. 2,5 Stunden Geduld zahlen sich manchmal doch aus.

À propos Geduld: Auch bei der Ankunft in der Halle war noch nicht viel Magie zu spüren. Eine gute halbe Stunde anstehen hiess es für die Akkreditierung. „Hast Du das Foto per E-Mail geschickt?“ „Ja“, sagte ich und der Medienbeauftragte suchte weiter. Schlussendlich gab’s den Ausweis dann doch noch.

Die Arena an sich ist eine Pracht für einen solchen Anlass. Die obere Etage ist noch mit grossen schwarzen Vorhängen abgedeckt, dass die Halle bei der Vorrunde nicht so leer aussieht.  Künstlerische Einlagen des Arena-Personals waren am ersten Tag im Preis inbegriffen, als die Vorhänge für das erste Spiel Finnlands eingezogen wurden. Das hatte schon was Künstlerisches an sich. Bei den Vormittagsspielen wird das Publikum, egal was auf dem Ticket steht, auf die Haupttribüne hinter den Spielerbänken geleitet. Um etwas auszuholen: Das Sicherheitspersonal wird komplett vom Stadionbetreiber gestellt. Nun, die Veranstalter hatten mit dem Stadionbetreiber abgemacht, dass die restlichen Tribünen erst auf die Nachmittagsspiele geöffnet werden. Dumm nur, dass die TV-Kameras auf der gleichen Seite stehen wie nun das Publikum in den ersten Spielen. Somit sieht man bloss gähnende Leere im Hintergrund der TV-Aufnahmen. Das hätte bestimmt auch geschickter gelöst werden können. Aber immerhin werden die Spiele in der Hartwall-Arena fast ausnahmslos durch das TV produziert. Die Spiele der Gastgeber werden zusätzlich auch in Gebärdensprache kommentiert. Hier stimmt die Qualität von Anfang an.

Was ist sonst noch so los in der Arena? Stände gibts hüben wie drüben, Fanartikel der Magical Games sind ein Renner. Mützen, Schals und die Shirts der Gastgeber-Nati gehen weg wie warme Grittibänzen. Auch die Ländershirts eines Unihockey-Brands sind bereits zahlreich im Publikum zu sehen. Beim Kauf einer Doppel-Slice Pizza gibt’s ausserdem ein Rickie Hyvärinen-Shirt geich mit dazu. Die Promotionen passen also. Als Schweizer ist man sich aber auch in der Spielarena an gewisse Unterhaltungsstandards gewohnt. Der DJ hier spielte DJ Ötzi und Sandstrom bereits am ersten Tag auf und ab. Den bisherigen Höhepunkt bildeten sechs aufeinander folgende Unterbrüche mit dem gleichen Lied. Es gibt keinen einheitlichen Einlaufsong, von Torjingles gar nicht erst zu sprechen. Da vermisst man schon mal die Qualität, welche einem in der Schweiz geboten wird und hofft, dass sich der Veranstalter zumindest für die Finalspiele noch etwas einfallen lässt. Ein Schweizer soll schon seine Dienste diesbezüglich angeboten haben. Wir warten gespannt auf die Reaktion.

Ja, auch gespielt wurde. Aber was will man da schon Grossartiges darüber berichten? Die Top-4 spielen ihre Vorrundengegner in Grund und Boden. Ob der neue Modus nun wirklich besser ist, kann man sich fragen. So richtig interessant wird es wohl wieder erst in den Halbfinals. Dann werden auch die Topnationen zum ersten Mal etwas von ihrer Magie zeigen müssen.

Video: Die Highlights aus dem ersten Spiel des Titelverteidigers gegen Dänemark zeigen: Das finnische Fernsehen wärmt sich schon mal auf für die Halbfinals.

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