Dass die Spieler von Meister und Europacupteilnehmer SV Wiler-Ersigen den dichten Spielplan dieses Herbstes begrüssen ist kein Geheimnis mehr. Matthias Hitz hingegen musste sich erstmal mit der Neuerung anfreunden als sie beschlossen wurde. Der Zürcher ist als Mitglied der Technischen Kommission von Swiss Unihockey für die Ausarbeitung der Spielpläne von sechs nationalen Ligen zuständig. Darunter auch die diesen Sommer auf zwölf Teams aufgestockte Swiss Mobiliar League der Herren. "Wir standen vor einer besonderen Herausforderung", sagt er auf Anfrage von floorballstar.com. Denn ein Spielplan, bei welchem auf alle zwölf Vereine Rücksicht genommen werde, sei schlicht nicht möglich gewesen. So suchte er bewusst gar nicht erst den Dialog mit einzelnen Vereinen um möglichst neutral an die Aufgabe herangehen zu können.
Geschafft hat er es mit seinem Team dann doch. "Es war eine Zangengeburt, die allerdings dadurch erleichtert wurde, dass wir früh deutlich kommunizierten", so Hitz. Man habe den Vereinen bereits vor dem Entscheid zur möglichen Aufstockung klar gesagt, dass man in diesem Fall mit Wochenspielen zu rechnen hätte. Grund dafür sind die Vorgaben des internationalen Verbandes. "Wir sind durch den IFF in unserer Planung eingeschränkt, weil wir die Saison nicht verlängern können", präzisiert Hitz. Da jeweils Anfang Mai die U19-Titelkämpfe der Damen respektive Herren ausgetragen werden, verlangt der IFF in diesem Zeitraum eine internationale Einstellung der Spiele in den jeweils höchsten Ligen. Diesen Frühling werden die U19-Weltmeisterschaften der Herren ausgetragen. Folglich müssen die Playoffs im April beendet sein. "Bei den Damen existiert das Problem so nicht, da wir nur eine Achterliga haben", führt Hitz weiter aus. Man sei aber im Gespräch mit dem IFF, um die Saison in Zukunft allenfalls verlängern zu können.
Bis dahin wird man um Wochenspiele und Best-of-five-Playoffs in der SML der Herren nicht herumkommen. "Wir haben aber versucht, die Spiele so zu legen, dass die Reisewege der Teams möglich kurz bleiben". So werden tendenziell eher Derbys unter der Woche ausgetragen. Hitz ist sich bewusst, dass dies für die Vereine einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand bedeutet. Verwundert ist er auch deshalb darüber, dass die Vereine Geld in ausländische Verstärkungsspieler, statt in die Vereinsorganisation stecken. "Doch darauf habe ich keinen Einfluss". Stattdessen versucht er weiterhin, den Spielplan so fair wie möglich zu gestalten, damit die Belastung aller Teams ungefähr gleich ist. Seine Belastung ist dadurch allerdings auch gestiegen. "Ich bin bereits am nächsten Spielplan", sagt er schmunzelnd.
Bild: Derbys gibt es diese Saison häufiger auch unter der Woche zu sehen (Patrik Lundström, GC gegen Severin Brandenberger, Jets).




























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