Blogs
LATEST BLOGS

Manu's Block: Der obligate Rückblick

Soeben bin ich wieder in der Schweiz angekommen und habe mein... »

Manu's Block: Qualisieg verpasst

Vergangenes Wochenende endete auch in Tschechien die Qualifikation, und... »

Antithese: Schlussspurt in der Superliga

Zwei Runden vor Qualifikationsschluss präsentiert sich die Situation in... »

Featured Player
FEATURED PLAYER

Sandra Dirksen

Red Ants Rychenberg Winterthur
view playercard »
Results
RESULTS
FLOORBALLSTAR Ein unvergessliches Abenteuer. Manu Hartmann blickt auf sein Jahr in Prag zurück:http://t.co/O33UA0io
2 days ago.
Tuesday, 14. December 2010 15:01
Die Party danach

Finnland sicherte sich am Samstag vor über 13'000 Zuschauern den zweiten Weltmeistertitel in Folge. Die Party danach liess sich genau so an, wie die Hammer-Stimmung in der Halle.

Bevor es überhaupt an die Party ging, wurde der WM-Pokal in die Sauna entführt.  „Nur dumm, weiss ich nicht mehr wie sich verlieren anfühlt“ bemerkte Verteidiger Mika Savolainen in der finnischen Abendzeitung Iltalehti am Tag nach dem grossen Triumph.  Gut möglich, Savolainen spielt in Finnland bei Classic Tampere, welches diese Saison noch nie verloren hat. MVP Mika Kohonen musste zugeben, dass er es immer noch kaum glauben kann:„Wir haben finnische Sportgeschichte geschrieben.“ Schweden-Söldner Juha Kivilehto dafür begrüsste Schweden im 21 Jahrhundert. „Die Macht hat gewechselt. Schweden spielt immer noch 80er-Jahre Unihockey.“

Im angesagten Club Circus wurde der Titel dann ausgelassen gefeiert. Im Voraus waren bereits über 1'000 Tickets für die Party abgesetzt worden. Auch an der Abendkasse standen die Personen an, als gäbe es etwas umsonst. Freuen konnte sich, wer bereits im Voraus ein Ticket besorgt hatte. Etwa um 23 Uhr stürmten die anwesenden Fotografen Richtung Eingang. Richtig, die Weltmeister waren im Partylokal eingetroffen. Von unendlich vielen Händen und Gesichtern begrüsst, kamen die Helden kaum in den Club rein. Doppel Weltmeistertrainer Petteri Nykky meinte einfach und simpel: „Wir haben gewonnen, und wie“. Das Team kämpfte sich in den VIP-Bereich des Clubs durch und liess sich kurze Zeit später ausgiebig feiern.  Die Menschenmasse feierte ihre Weltmeister und stimmte zusammen „Den glider in“ ein. Ja, die Finnen gönnten den Schweden auch gar nichts an diesem Tag. Dieses Lied wurde anlässlich der Eishockey WM im Jahre 1995 geschrieben, ausgerechnet da gewann Finnland sein bisher einziges Gold. Und wo wurde die WM gespielt? Genau, in Schweden. Wobei die Unihockey-Schweden dies nicht mitbekamen, da diese sich nur ganz vereinzelt und spät zur Party wagten. Der Empfang hinterliess bei den Weltmeistern einen bleibenden Eindruck.  „Ich fühle mich wie ein Weltmeister. Es war ein unglaublicher Empfang“, bemerkte Torhüter Toivoniemi. Jani Kukkola wiederum stellte fest: „Wir waren wie Könige da oben“.  Die Spieler versprachen auch, dass die Party noch lange weitergeht.  Am Donnerstag wird ein Fan-Anlass mit den WM-Helden organisiert. Ausgiebig feierten auch die Tschechen ihre erste WM-Medaille seit der WM 2004 in der Schweiz. Anwesend waren auch die Schweizer. Das Abschalten nach dem verlorenen Bronze-Spiel tat den Spielern sichtlich gut.

Die WM indes verzeichnete eine noch nie da gewesene Medienpräsenz. Alle Spiele wurden live im Internet übertragen. Zudem zeigte das finnische Fernsehen alle Spiele der Gastgeber live. Den Final verfolgten im TV zur besten Zeit über 600'000 Zuschauer.  Die Tschechen hatten sogar von jeder grossen Tageszeitung einen Reporter eingeflogen.

Bild: Petteri Nykky feierte in gewohnter finnischer Manier: Trocken in der Analyse, feucht-fröhlich im Genuss danach.

Kommentar erfassen
Kommentare (0)