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2 days ago.
Tuesday, 20. September 2011 13:26
Die Jagd auf Storvreta geht los!

Heute Dienstag eröffnen Helsingborg und Pixbo Wallenstam mit dem Westküsten-Derby die schwedischen Superliga (SSL). Diese beiden Teams stehen stellvertretend für die vielen, die mit hohen Ambitionen und grosser Hoffnung der neuen Spielzeit in Angriff nehmen. Die meisten Teams streben eine Playoffqualifikation (Top acht) an und träumen vom Einzug ins Finalspiel in der Malmö Arena – einige wenige backen kleinere Brötchen und wären bereits mit dem Ligaerhalt zufrieden. (von Emanuel Antener)

Der meistgenannte Titelanwärter ist Storvreta aus Uppsala. Zweimal in Serie hat die Mannschaft rund um Superstar Mika Kohonen den Titel bereits gewonnen, nebenbei holten sie sich auch noch die letzte Europacup-Trophäe. Storvreta verlor in den Playoffs kein Spiel, hatte keine namhaften Abgänge zu beklagen und wird auch in diesem Jahr an der Spitze mitmischen.

Drei der grössten Herausforderer stammen von der Westküste. Mit Vorjahresfinalist Warberg ist seit rund einem Jahrzehnt immer zu rechnen, sorgte im Sommer aber für ungewohnte Schlagzeilen. Der von Handen verpflichtete Allsvenskan-Topskorer Patrik Andersson hat den Verein nämlich bereits wieder verlassen, bevor er erstmals für sie im Einsatz stand. Ansonsten schmerzt der Verlust der zurückgetretenen Mathias Larsson und Jim Canerstam. Larsson wurde mit dem Rückkehrer Kimmo Eskelinen ersetzt und Canerstam ersetzt sich gleich selbst, da er sich auch schon vor Saisonstart zum Comeback hat überreden lassen. Halbfinalist Pixbo Wallenstam hat sich weiter verstärkt, unter anderem kamen Trainer David Jansson und Florian Kuchen von Floorball Köniz sowie Patrik Malmström von Falun. Pixbo befindet sich auf dem Weg zurück an die Spitze, setzt dabei auf junge und entwicklungsfähige Spieler und hat seine offensiven Stärken bereits in der Vorbereitung unter Beweis gestellt. Vorwärts will auch Helsingborg. Nach dem skandalösen Verpassen der Playoffs rüsteten die Südschweden mächtig auf: Geholt wurden der bisherige Natitrainer Kent Göransson, ihm zur Seite steht Vidar Jonsson, der von Pixbo kam. Dazu kamen mit Torhüter Henri Toivoniemi und Center Jani Kukkola zwei finnische Weltmeister – und auch Zorro-König Alexander Nede kehrte ins Team zurück.

Nach einer enttäuschenden Saison (Aus im Viertelfinal) bläst auch Caperiotäby wieder zum Angriff. Die bisherigen Stars wurden gehalten, sollen wieder von Anfang an motiviert sein, ausserdem bediente man sich bei Balrog mit Verteidiger Mathias Hagert und der launischen Diva Mikael Karlsson, der, sofern körperlich einigermassen fit, Spiele im Alleingang entscheiden kann. Zum grossen Umbruch kam es beim zweiten ambitionierten Stockholmer Verein, AIK. Die vielen Abgänge von Routiniers und Leistungsträgern wurden genutzt, um den grossen Generations- und Richtungswechsel einzuleiten. Geholt wurden vorab junge und hungrige Talente aus der Region. Viel Druck wird auf den Schultern der beiden Nilssons, Vorjahrestopskorer Kim und Nati-Captain Karl-Johan, lasten.

Als Geheimfavorit und heimlicher Transfersieger (nebst Helsingborg) gilt Dalen, das mit dem Gewinn des Czech-Opens bereits eine erste Duftmarke setzte. Alexander Boden (von den Grasshoppers) und der Norweger Ketil Kronberg kehrten zurück und dürften die Mannschaft ebenso verstärken wie der Tscheche Milan Tomasik. An der Bande wurde mit Ulf Hallstensson (von AIK) ebenfalls ein bekannter Name geholt.

Mit ähnlichen Voraussetzungen wie im Vorjahr, das heisst als gefährliche Aussenseiter, steigen Falun und Linköping ins Rennen. Falun büsste zwar an Erfahrung und Qualität ein, weil neben Malmström noch Captain Wagneryd und Strafenkönig Johansson aufhörten, holte dafür aber Daniel Dalbjer (von Täby) und das Supertalent Alexander Rudd. Ausserdem sind einige der bisherigen Leistungsträger wie die Natispieler Björk und Enström noch jung und werden sich weiter verbessern. Linköping hat zwar den Aufsteigerbonus und Trainer Hedlund verloren, das Kader blieb aber beinahe identisch wie im Vorjahr. Die Spieler sind physisch top, harmonieren gut und die Heimstärke dürfte es für die Gäste auch weiterhin schwierig machen, Punkte aus Linköping mitzunehmen.

Für die übrigen Teams wird es in erster Linie darum gehen, sich möglichst bald vom Tabellenende zu distanzieren und vielleicht gelegentlich die Grossen zu ärgern. Sirius und Umea City bleiben wohl die kleinen Brüder von Storvreta bzw. Dalen, für sie sind wohl vor allem die Derbys von Bedeutung, wo es für sie mit einem Sieg viel Prestige zu gewinnen gibt. Auf dem Papier sind diese beiden eher schwächer als im Vorjahr einzustufen, bei Sirius schmerzt der Abgang vom treffsicheren Billy Nilsson. Offen ist der Kampf um die regionale Nummer eins zwischen Aufsteiger Jönköping und Mullsjö. Jönköping hat die Torwartlegende Zeid Momen als neuen Trainer, mit Johan Anderson einen erfahrenen Starstürmer und in der Vorbereitung mit guten Resultaten aufhorchen lassen. Selbiges trifft auf Mullsjö zu, auch sie haben einen neuen Trainer, nach acht Jahren Unterbruch David Gillek zurückgeholt, von dem offensiv vieles abhängen wird. Einen Coup landete Mullsjö mit dem Sieg an einem Turnier in Falun, wo nebst dem Gastgeber auch Storvreta und das finnische Topteam Classic teilnahmen. Am wenigsten Kredit bei den Experten hat der zweite Aufsteiger Tyresö Trollbäcken. Der dritte Stockholmer Verein hat keine prominenten Spieler und scheint weder qualitativ noch in der Breite gut genug besetzt, um in der SSL bestehen zu können.

Tabellentipp für die Qualifikation: 1. Warberg 2. Caperiotäby 3. Storvreta 4. Dalen 5. Pixbo 6. Helsingborg 7. AIK 8. Falun 9. Linköping 10.Sirius 11. Jönköping 12. Mullsjö 13. Umea City 14. Tyresö Trollbäcken
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