Kurioses aus Finnland. Zurzeit beherrschen nicht die sportlichen Erfolge die Gazetten des Landes, vielmehr wird über finanzielle Streitigkeiten berichtet. Die Spieler der finnischen Herren Nationalmannschaft und der Landesverband können sich nicht über die Höhe der Tagesentschädigungen bei Zusammenzügen der Nationalmannschaft einigen. Nun drohen sie mit Streik!
Mit dieser Ankündigung liegen die Finnen im Trend. Nach den spanischen und italienischen Fussballern droht zum ersten Mal eine Unihockeymannschaft mit dieser Massnahme. Darum herrscht zur Zeit in Finnland dicke Luft. Der Verband und die Nationalmannschaft liegen im Clinch über die Höhe der Vergütung für den täglichen Verdienstausfall. Die Spieler fordern höhere Entschädigungen für ihren Einsatz bei der Landesauswahl. Der Verband hat die Prämien bereits erhöht und ist nicht geneigt, die geforderte Tagespauschale zu entrichten. Seit längerem werden deswegen Gespräche zwischen den beiden Parteien geführt. Mikael Järvi, Tero Tiitu und Mikko Kohonen führen die Verhandlungen mit dem Verband und werden dabei durch eine Gewerkschaft unterstützt. Im Moment scheint eine Annäherung der beiden Verhandlungspartner schwierig. Sollten sich diese nicht finden, droht der Streik. Betroffen wäre auch die Schweizer Nationalmannschaft, die im September gegen die Blau-Weissen auflaufen soll.
Die vorerst gescheiterten Verhandlungen wurden in den vergangenen Tagen öffentlich und von einer Zeitung verbreitet. Die Spieler hielten sich zurück und kommunizierten eher passiv. Der Verband hingegen agierte offensiv. Im Laufe dieser Diskussion wurde auch die Höhe der Tagespauschalen, der Streitpunkt der ganzen Affäre, öffentlich. Nun wissen alle, was ein finnischer Nationalspieler verdient. Für den Weltmeistertitel erhielten sie 1000 Euro, pro Tag bei der Nati werden sie mit 75 Euro entschädigt. Diesen Beträgen werden noch die Steuern abgezogen, welche in Finnland bekannter weise ziemlich hoch sind. Im Vergangen Jahr waren die Spieler der Weltmeistermannschaft rund 60 Tage, sprich 2 Monate, mit der Landesauswahl unterwegs. Es bleibt zu hoffen, dass sich in absehbarer Zeit eine Lösung abzeichnet und die Länderspiele gegen die Schweiz dadurch nicht gefährdet werden.




























2 days ago.