Die letzten beiden Runden in der NLB der Herren versprechen einiges an Spannung: 5 Teams liegen nur 4 Punkte auseinander und kämpfen um die letzten beiden Plätze oberhalb des Strichs, welche die Qualifikation für die Playoffs bedeuten.
Der Modus der NLB sieht vor, dass zum Ende der Qualifikation eine Zweiteilung der Liga erfolgt. Die auf den Rängen 1-6 klassierten Teams verbleiben mit Sicherheit in der Nationalliga B und können in den Playoffs um einen Platz in der SML spielen. Für die restlichen Equipen, positioniert auf den Rängen 7-10, geht es um den Klassenerhalt. Auch hier wird in Playoffform ausgespielt, wer gegen den Abstieg spielen und sich mit dem besten 1. Liga Vertreter messen muss.
Je länger es Richtung Ende Qualifikation geht, desto spannender wird es rund um den ominösen 6. Rang. Die Teams unter dem Strich haben in der zweiten Hälfte der Qualifikation deutlich zugelegt und die punktemässige Differenz stetig verkleinert. Nur noch 4 Zähler trennen Sarganserland auf Rang 5 und Ticino Unihockey auf Rang 9. In den verbleibenden Spielen stehen zudem noch drei Direktbegegnungen an, was für zusätzliche Spannung sorgt.
Das breite Mittelfeld wird vom UHC Sarganserland angeführt, der 22 Punkte auf dem Konto hat und sich mit einem Sieg gegen die Roten Teufel aus der March das Playoffticket so gut wie sichern kann. Sollte dies nicht gelingen, so wartet am letzten Spieltag ein heisses Duell gegen Langenthal Aarwangen. Nur einen Punkt hinter den Ostschweizern folgen die Jona Uznach Flames, die das deutlich beste Torverhältnis aufweisen. Morgen Sonntag treffen die St. Galler auswärts auf den Leader Olten Zofingen. Reicht es dort nicht zu einem Exploit, so könnte es zur grossen Finalissima gegen Zürisee Unihockey kommen. Die Zürcher haben nach dem verpatzten Saisonstart mit 7 Niederlagen in Folge an Fahrt gewonnen und in der Rückrunde einige Punkte gesammelt. Die Aufholjagd wurde aber vergangenes Wochenende mit der Niederlage gegen ULA jäh gestoppt. Gewinnt man gegen Lok Reinach, ist man zurück im Rennen. Ebenfalls an Schwung gewonnen hat Langenthal Aarwangen, das in den letzten beiden Spielen 5 Zähler einfahren konnte. Dieser Formanstieg ist eng mit der Genesung von Roger Gerber und der Verpflichtung von Jonas Schneeberger verbunden. Erwischen die beiden ehemaligen Nationalspieler einen guten Tag, sucht man in der NLB wohl vergeblich nach einem konkurrenzfähigen ersten Block. Will der vermeintliche Topfavorit noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden, müssen im Auswärtsspiel gegen Ticino Unihockey 3 Punkte her. Selbst die im 9. Rang klassierten Tessiner können sich noch Hoffnungen auf einen Playoffplatz machen. Die zu Weihnachten verpflichteten Jungschweden Blad und Paulsson haben der Mannschaft Auftrieb verliehen. Das Duell gegen die Langenthaler hat vorentscheidenden Charakter. Ein emotionales und hart geführtes Spiel darf in der Arti e Mestieri in Bellinzona erwartet werden.
Für alle beteiligten Teams gilt, wer die Nerven behält und seine Spiele gewinnt, dem winkt ein Platz an der Sonne. Zwei Mannschaften dürfen als Supplement die Playoffs bestreiten und die schönste Zeit der Saison geniessen. Die restlichen drei Equipen erwartet hingegen mit den Playouts der Ernst des Lebens. Für Hochspannung sowie enge und emotionale Spiele ist gesorgt.




























7 days ago.