Diese Saison sind in der SML so viele ausländische Spieler wie noch nie engagiert. Unter den Vereinen wird wieder intensiver über ein Gentlemen's Agreement diskutiert, welches sie verpflichten würde, die Anzahl Ausländer freiwillig auf eine vereinbarte Zahl zu beschränken. Tatsache ist aber: Die Deals für die ausländischen Verstärkungsspieler sind so unterschiedlich wie ihre Qualitäten. Die Klubs zeigen sich mitunter erstaunlich kreativ, wenn es um ihre Entlöhnung geht.
Recherchen von floorballstar.com haben ergeben, dass sich drei "Lohnklassen" grob unterscheiden lassen. So erhalten Spieler, welche sich leistungsmässig nicht besonders vom Schweizer SML-Durchschnitt abheben normalerweise eine bezahlte Wohnung und eventuell ein Leasingauto. Zudem wird ihnen ein Job vermittelt. Den Rest müssen sie aber selbst berappen. Ein Spieler hingegen, der bereits einige Saisons in der Superliga oder der Salibandyliiga auf dem Buckel hat und der im Schweizer Team sowohl in den ersten zwei Linien als auch im Powerplay eingesetzt werden soll, kann mindestens mit einer Wohnung, einem Auto und 1000 Franken pro Monat rechnen. Er arbeitet normalerweise Teilzeit. Absolute Topstars, die in der schwedischen oder finnischen Nationalmannschaft gesetzt sind und von denen erwartet wird, dass sie das Schweizer Team führen und deutlich verstärken, können gar durchaus Profistatus erreichen und deutlich mehr verdienen als in der Heimat. Neben Wohnung, Auto und Versicherungen kommen hier auch noch 3000 bis 4000 Franken als Entschädigung vom Verein hinzu.
Die meisten Vereine haben feste Abkommen mit Arbeitgebern, die ihnen mittlerweile fast Saison für Saison Teilzeitjobs garantieren. Zudem gibt es Vereine, welche wie ein Jobvermittlungsbüro agieren. Sie erhalten die Lohnauszahlung des Arbeitgebers und bezahlen die Spieler ausschliesslich direkt . Der Spieler verfügt zwar über einen bescheidenen Grundlohn, kann ihn aber deutlich aufbessern, falls er arbeiten geht.
Bild: Zwei ausländische Teamstützen: Olli Oilinki (Langnau) verfolgt Patrik Lundström (Grasshoppers).



























