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Wasa will Meister werden!

Als erster NLA-Vertreter hat es Waldkirch-St.Gallen im Cup erwischt. Die Ostschweizer unterlagen dem UHC Thun in extremis. Auf Erklärungssuche bei Protagonisten. // Mittwoch, 25. September 2013

Es waren noch kanpp 30 Sekunden zu spielen, da bebte die legendäre MUR-Halle zu Thun zum letzten und intensivsten Mal an diesem Abend. Simon Stauffer hatte seine Farben auf die Siegesstrasse geschossen. 9:8 stand es am Ende zu Gunsten der Berner Oberländer. Dabei hatten die St. Galler komfortabel mit 7:3 geführt. Headcoach Sascha Rhyner meint zum Einbruch seiner Mannen: „Thun hat immer gekämpft und immer daran geglaubt. Und natürlich bekamen sie mit jedem Tor, das sie erzielten zusätzliche Energie. Wir dachten dagegen, es ginge so leicht wie am Anfang des Spiels.“

Thuner Wende

Dass die Thuner kein Spiel verloren geben und stets an ihre Chance glauben, ist nichts Neues. Doch woher kommt dieser Wille, dieser Glaube an die Wende? Simon Stauffer, Schütze des Game-Winning-Goal versucht zu erklären: „Wir sind mittlerweile sehr gut eingespielt und haben einen Kern von Spielern, die schon sehr lange dabei sind. Diese Routine und das Selbstvertrauen, dass wir in den letzten Jahren gewonnen haben hilft uns sicherlich in solchen Situationen.“

Der Heimvorteil

Nicht unwesentlich scheint die Spielunterlage zu sein. Parkettboden verursacht bei vielen Spielern schon grundsätzlich Bauchweh, das schient der Thuner Boden die pure Tortur zu sein. Denn in derselben Halle spielen auch die Rollhockeyaner, deren Ball um einiges schwerer ist und entsprechend Dellen hinterlässt. „Klar geniessen wir dank unserem Parkett einen gewissen Vorteil. Vor allem mental. Ist der Gegner allerdings darauf vorbereitet, sollte dieser minimal sein. Gewinnen tut schliesslich das bessere Team, nicht der Parkett.“
Aufheitern wird die St. Galler diese Analyse nicht. Panik bricht in der Ostschweiz keine aus. Rhyner nimmt es mit Humor: „Wir müssen nun Meister werden, um am Champions Cup in Zürich teilnehmen zu können“ (lacht). Für die Thuner geht das Cup-Abenteuer weiter. Zum näschten Gegner sagt Stauffer: „Ich persönlich habe keinen Wunschgegner. Am liebsten ein machbarer Gegner oder ein NLA-Spitzenteam bei uns in der MUR-Halle.“