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Vad händer i Sverige

Die Interessante Zeit für Zwischendurch, das Fundament einer erfolgreichen Saison und spannenden Geschichten, Silly Season. Auch in Schweden passierte so Einiges, das Spannendste und Kurioseste im Überblick Von Luca Graf // Dienstag, 22. Juli 2014

Die Transferzeit der kommenden Saison wurde bereits im Februar mit einem Paukenschlag,vor den Playoffs 2013/2014 notabene, eröffnet.

So wurde verkündet, dass der Nationalspieler Alexander Rudd auf diese Saison hin von IBF Falun zu Storvreta wechselt. Dies kostet dem jungen Techniker nicht nur den Platz im Fanionteam des späteren schwedischen Meisters, sondern auch vorübergehend (mangelnde Spielpraxis die Begründung) das Aufgebot für die Nationalmannschaft im April. Denn die Kommunikation unmittelbar vor den Playoffs, ohne Absprache mit dem „ehemaligen“ Verein wurde nicht geduldet und strikt bestraft. So wurde er in den Playoffs nicht mehr eingesetzt, ja er wurde sogar vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen und in die Juniorenabteilung verbannt. Grosse und vor allem hitzige mediale und wohl auch non-mediale Diskussionen brachen aus, die sich mittlerweile gelegt haben. Doch der Abgang schmerzt, DAS Sturmtrio der vergangenen Jahre Enström/Carlström/Rudd wird nur noch International zu bestaunen sein, wenn überhaupt. 

Was nun auch klar ist: Rudds Nachfolger beim Meister wird der finnische Ausnahmekönner Tero Tiitu.
In der abgelaufenen Saison erzielte er 39 Punkte für Warberg, ehe er sich unglücklich vor den Playoffs das Kreuzband riss. Aus finanziellen Überlegungen und wohl auch aufgrund seines Alters (31 Jahre) und der damit verbundenen Verletzungsanfälligkeit, wurde der Vertrag nicht verlängert. Tiitu wurde zum prominentesten free-agent Spieler.
Doch dann sicherte sich Falun die Rechte am finnischen Rechtsausleger. Tiitu äusserte sich überaus glücklich über sein Engagement bei Falun, so sehe er es nicht als selbstverständlich, in seinem Alter und seiner Verletzung noch einmal den Verein innerhalb der SSL wechseln zu „dürfen". Im September soll der Altmeister wieder Fit sein und mit seinem neuen Verein den schwedischen Titel verteidigen.

A propos Altmeister: Neben Henrik Quist (ehemals Wiler-Ersigen) tritt auch ein anderer in die Jahre gekommener Ausnahmekönner zurück. Er liess sich lange Zeit, doch seit kurzen ist klar: Hannes Öhman wird nach 15 Jahren (!) in Schweden nicht mehr für Storvreta auflaufen. Nach zwanzig Jahren als Spieler wird sich der 37jährige auf das Tribühnencoaching und die Juniorenförderung für Storvreta konzentrieren. Seine weisen Worte zum Rücktritt:

„I have had a great career and i have many coaches and players to thank for my success. Now I want to, with a large Storvreta heart, continue to do good where i can and it will be fun to work with Stefan, who I previously had as a coach for four years"

Die grösste Transferbombe (auch oder vor allem auch aus Schweizer Sicht) ist der Wechsel von Kim Nilsson von AIK Stockholm in die Schweiz zu GC Zürich. Er wird beim Stockholmer Stadtklub ersetzt durch seinen Nationallmanschaftskollegen Joel Kanebjörk. Nun ja, einen Spieler vom Format Nillsson kann und sollte man nicht 1:1 zu ersetzen versuchen. So äusserte sich auch die AIK Führungsebene gegenüber der Presse. Der Druck des Toreschiessen soll auf mehrere Schultern verteilt werden und mit dem kräftigen Kanebjörk steht ein neuer Aggresivleader zur Verfügung, lies die Stockholmer Führungsebene ihr neues Konzept verlauten.

Für grosse sommerliche Transferfurore und Diskussionen in Schweden haben sie nicht gesorgt. Doch allemal spannend, ein Auge auf sie zu werfen in der Zukunft.

Mit Pascal Meier (Växjö Vipers, bisher), Florian Bolliger (KAIS Mors, neu) und den Bündner Sandor Dominioni und Paolo Riedi (beide Warberg, neu) stehen, zum jetzigen Zeitpunkt vier Schweizer Söldner auf dem schwedischen Parkett im Einsatz. Wir beobachten gespannt, was der Rest des Sommers noch für Geschichten schreibt, der eine oder andere Transfer wird noch zu erwarten sein, vielleicht sogar mit Schweizer Beteiligung.

Bild: Dan W Boter