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Tag der Entscheidung!

Heute Abend treffen sich die Präsidenten der Nationalliga in Zürich zu einer ausserordentlichen Versammlung. Einziges Traktandum: Finalspiel, Ja oder Nein. // Mittwoch, 09. Oktober 2013

Wenn sich heute Abend die Verantwortlichen der Nationalliga im Au Premier zu Zürich die Ehre geben, geht es aus Sicht vieler nicht weniger als um die Zukunft der Sportart. Wollen wir eine marginal wahrgenommene Randsportart mit stagnierenden Zuschauerzahlen und Lizenzierten bleiben oder schreiten wir mutig in die Zukunft? Eines ist klar: Wenn das einzelne Finalspiel nicht angenommen wird, werden auch weiterhin Spiele auf hohem Niveau stattfinden. Nur, die breite Öffentlichkeit wird sich weiterhin kaum um deren Ausgang interessieren. Ganz anders die Situation bei der Einführung eines Finalspiels. Zum ersten Mal würde eine Entscheidung zur Primetime im Schweizer Fernsehen übertragen, die Reichweite bei Zuschauern und Sponsoren wäre weitaus grösser. Im Editorial zum Season Guide von swiss unihockey nimmt Zentralvorstandspräsident Daniel Bareiss klar Stellung: „Das einzelne Finalspiel liegt in der Kompetenz der NLA-Vereine. Sie alleine entscheiden, ob es eingeführt wird. Bei einem Entscheid zu Gunsten des Spieles werden der Zentralvorstand und die Geschäftsstelle die NL mit aller Kraft unterstützen. Ich persönlich hoffe, das die NLA-Vereine die Chance packen und genug Mumm für diese Veränderung haben. Eine Veränderung, die unserer Sportart eine enorm höhere Marktpräsenz garantieren würde. Ich gehe davon aus, dass das SRF das Finalspiel live übertragen würde.“ Deutlicher könnte ein Votum kaum sein!

Der Korrektheit halber sei noch erwähnt, dass die heutige Abstimmung nicht die letzte Hürde ist. Wird das Vorhaben aber Bachab geschickt, ist das Finalspiel bereits gescheitert. Wird es angenommen, stehen die Chancen sehr hoch, dass es auch die Hürde bei der ordentlichen Versammlung der Nationalliga-Präsidenten am 14. November nimmt und anschliessend die Zustimmung des Zentralvorstandes erhält.

Bleibt zu hoffen, das sich die Verantwortlichen die Worte Bareiss’ zu Herzen nehmen und den Mut aufbringen, die Weichen Richtung Zukunft zu stellen und dabei auf eigene Interessen zu verzichten. Oder wie es Bareiss sagt: „Es ist Zeit für ein Miteinander.“

Die Redaktion, Quelle Bild: www.landtag-niedersachsen.de