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Swiss Unihockey wird erwachsen

Swiss Unihockey will vorwärts kommen. Dies strukturiert und kontrolliert. Der Verband hat seine Strategie bis 2018 präsentiert. Von Simon Stettler // Donnerstag, 21. November 2013

Wenngleich die Strategie auf die kommenden vier Jahre ausgerichtet ist, hat man bei Swiss Unihockey eine Vision: 2028 soll Unihockey olympisch sein. Dazu später mehr. Vorbildlich, wenn auch unabdingbar sind die unternehmerischen Bestrebungen des Verbandes. Es soll ein Controlling-System und eine Liquiditäts-/Investitionsplanung eingeführt werden. Zudem schreibt man sich eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent vor, was in Anbetracht der ungewissen Planung des Superfinals und damit verbundene, potenzielle Verluste sinnvoll ist.

Eine externe IT-Analyse kommt zu einem bedenklichen Schluss: Eine professionelle IT-Aufbau-/Ablauforganisation fehlt, der sichere Betrieb der Verbandslösung ist nicht

gewährleistet, dass die Zusammenarbeit intern und extern ungenügend sowie das Kosten-/Nutzenverhältnis ungenügend ist. Viel Handlungsbedarf also. Swiss Unihockey schafft aufgrund dieser ernüchternden Analyse eine IT-Stelle auf der Geschäftsstelle. So will man den Betrieb sichern und den wachsenden Ansprüchen gerecht werden. Längerfristig ist ein Videoportal in Planung. Dieses Projekt ist allerdings noch nicht spruchreif.

Der dritte wesentliche Punkt des Strategiepapiers betrifft den steinigen Weg zum olympischen Status. Die wichtigste Aussage: „Fokus auf unsere Stärken und die Ausweitung der

Dienstleistungen für die IFF-Mitglieder und Aktionen im Bereich Entwicklung, Marketing und Visibilität.“ Swiss Unihockey hat ein Massnahmenpaket geschnürt, mit welchem besagte Ziele erreicht werden sollen. Die Chancen ins olympische Programm aufgenommen zu werden, sind intakt. Man müsste sich gegen Sportarten wie Squash, Wakeboard oder Ringen durchsetzen. Es stehen aber auch grösse Brocken an: Baseball oder Karate beispielsweise. Noch lässt sich keine Prognose erstellen, aber der kontinuierliche wird weiter gegangen.

Bild EQ Images