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Interview "Bult" Larsson

Er war eigentlich bereits im Ruhestand. Doch in der vorletzten Saison gab er sein überraschendes Comeback bei Wiler-Ersigen. Doch im Winter wechselte er ins Bündnerland (wo er bereits einige Jahre zuvor gastierte) und gewann mit den Alligatoren aus Malans die Meisterschaft. Nun ist er zurück in seiner Heimat Schweden und arbeitet für seinem "alten" Verein Warberg IC. Wir haben uns mit ihm über ein weiteres Comeback, "seinen" Verein und die Zukunft von Warberg IC unterhalten... Von Luca Graf // Montag, 03. November 2014

Hast du nun definitiv mit dem Unihockey aufgehört, oder können wir ein weiteres Comeback von dir erwarten?
Ja, jetzt ist definitiv Schluss... jedenfalls, bis Alligator wieder Meister werden möchte, dann komme ich wieder;) Spass beiseite, ich bin zu alt um ein erneutes Comeback zu geben.

Warberg ist der grösste Unihockeyverein der Welt (gemessen an den Mitgliederzahlen). Wie konnte dies erreicht werden?
In Warberg sprechen alle von Unihockey. Der Verein wurde vier Mal schwedischer Meister, was in einer kleinen Stadt viel Euphorie auslösen kann. Wir arbeiten im Verein sehr hart und sind für alle offen, ob Mädchen oder Junge.
Doch durch die Popularität steigen auch die Erwartungen. Ich persönlich mag diese Mentalität, wo man gefordert wird. Erst dann zeigt sich, wer mental bereit ist, um bei Warberg IC dabei zu sein.

Zum sportlichen: Der Verein erreichte das Finalspiel seit einiger Zeit nicht mehr, was nicht den Ambitionen in Warberg entspricht...
Wir wissen, was es braucht, um an der Spitze zu sein. Ich bin mir sicher, dass wir dies in Zukunft auch wieder sein werden. Doch wir benötigen Geduld mit dem jungen Team. Das Ziel sind die Playoffs in diesem Jahr... dann schauen wir weiter.

Warberg verlor auf diese Saison hin mit Tiitu und Svensson zwei internationale Spieler sowie Identifikationsfiguren auf und neben dem Feld. Wie geht ihr damit um?
Wir haben einige gute Spieler in den letzten zwei Jahren verloren, jetzt bauen wir etwas Neues auf und hoffentlich kommt ein neuer "Magnus Svensson" schon bald wieder.

Mit Riedi und Dominioni laufen zum ersten Mal zwei Schweizer für Warberg auf. Warum sind sie die Ersten?
Es gibt sehr viele gute Spieler in Schweden. Bis anhin haben wir immer in der Nähe gefunden, was wir an Spielermaterial gesucht haben.
Die Beiden sind zwei sehr gute Unihockeyspieler. Wir wissen, was sie können, doch es braucht Geduld. Alles ist neu für sie hier: Sprache, Taktik, Trainer etc. Doch wenn sie in jedem Training und Spiel zu 100% bei der Sache sind, werden sie dem Verein viel zurückgeben können.

Also werden in Zukunft weitere Schweizer für Warberg auflaufen?
Hoffentlich, wir möchten immer bessern werden. Wenn wir einen Spieler brauchen, kann es gerne auch ein Schweizer sein.

Möchtest du noch irgendetwas loswerden?
Für alle in der Schweiz und besonders in Graubünden: Wir zeigen alle unsere Heimspiele live. Auf www.warbergic.se könnt ihr zuschauen, wie Dominion und Riedi ihre Tore schiessen.

Bild: hn.se