» Drucken

"Ich sehe Kläsi öfters als meine Partnerin"

Interview mit den Kult-Schiris Boumi/Käsi, Teil 1 // Freitag, 27. Dezember 2013

Über 400 Spiele haben die Schiedsrichter Thomas Baumgartner und Thomas Kläsi geleitet. Das Duo ist gemeinhin als Boumi/Kläsi bekannt und hat sich einen Kultstatus erarbeitet. Im Interview äussern sich die beiden vor allem zum jeweiligen Partner. Boumi macht den Anfang.

 

Wenn siehst du öfter: deine Partnerin oder den Kläsi?
An den letzten Wochenenden war das sicher Kläsi! Wir verbringen tatsächlich sehr viel Zeit miteinander. Umso erstaunlicher, dass es nach 18 Jahren immer noch funktioniert mit uns! Ich habe es noch nie so lange mit einer Partnerin ausgehalten – oder umgekehrt.

Was würdest du an Kläsi ändern, wenn du könntest?
Ich würde irgendwo einen Schalter anbringen um ihn einfach mal abstellen zu können.

Was sagst du, wenn Kläsi etwas Falsches gepfiffen hat?
Hat Kläsi schon mal etwas falsch gepfiffen?

Wer ist der besser Spieler von euch beiden?
Leider gewinnt Kläsi etwas regelmässiger im Jassen! Ob er schummelt oder besser ist weis ich gar nicht so recht.

Was war das schwierigste Spiel, das ihr je leiten musstet?
Diese Frage ist fast schwieriger als das schwierigste Spiel! Eines der heikelsten war im 2005 am Europacup im Zürich das Bronzespiel zwischen Ballrog Oilers und SSV Helsinki. Ballrog wollte gar nicht mehr richtig spielen und kam wohl direkt aus dem Ausgang. Zum guten Glück gibt es auf Europacup Stufe die Bronzenspiele nicht mehr!

Ihr seit fast schon beliebt bei den Spielern. Wie erklärt ihr euch das? Sonst wird permanent von Tomanten-Reefs oder dergleichen gesprochen...

Wir sind beliebt? Davon merken wir aber nicht viel auf dem Spielfeld (lacht). Wir sind halt sehr lange dabei, länger als alle Spieler und das macht es etwas einfacher. Dazu sind wir, wie wir sind. Wir verstellen und nicht, was zwar auch nicht immer einfach ist für die Spieler und Trainer. Beliebt wollen wir aber nicht sein. Respekt vor der Arbeit als Schiedsrichter reicht absolut! Was auch schön wäre, wenn dies bei allen Schiris so wäre.

Morgen folgt Teil 2 mit Thomas Kläsi.

Quelle: fabian trees/swiss unihockey
Quelle: Erwin Keller/unihockey.ch
Quelle: unihockey.ch