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Deutschland: Der komplette Vorstand tritt zurück!

Im Deutschen Dachverband rumorte es in den vergangenen Wochen gewaltig (wir berichteten). Nun ist das Fass übergelaufen und die Verantwortlichen ziehen die Konsequenzen. // Donnerstag, 13. März 2014

Noch am letzten Wochenende trafen sich die Chefs des Dachverbandes mit verschiedenen Club- und Regionalverbandspräsidenten in Blossin zu einer Aussprache. Letztere hatten in einem offenen Brief den Verband heftig kritisiert und zu einschneidenden Massnahmen aufgefordert. Die Beteiligten lobten das Treffen des Wochenendes und man erwartete eine Annäherung und Beruhigung der Situation. Jürgen Wetteroth, Vizepräsident Floorball-Verband Baden-Württemberg, sagte noch: “Vor allem fand ich es gut, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht getroffen haben. Derartige Treffen muss es viel häufiger geben.“

Das wird nun doch nicht nötig sein. Denn gestern Abend gab die Führung des Dachverbandes bekannt, dass der komplette Vorstand seine Ämter niederlegen werde. Das in folgendem Wortlaut: “Wir, der geschäftsführende Vorstand von Floorball Deutschland, Prof. Dr. Oliver Stoll, Elke Scholz, Christian Baureis und Heiko Jassmann, erklären unseren Rücktritt. Diesen Schritt erachten wir für notwendig, da wir nach wie vor das Gefühl haben, dass das Vertrauen zwischen uns, dem geschäftsführenden Vorstand, und Teilen des Gesamtvorstands im Rahmen des sonst im Wesentlichen sehr konstruktiven Treffens in Blossin nicht wiederhergestellt werden konnte.“

Weiter hiess es, dass der Übergang zur neuen Führung geregelt und gewährleistet sein soll. Damit ist die Geschichte von Floorball Deutschland um ein spektakuläres Kapitel reicher. Es bleibt zu hoffen, dass nun Ruhe und Kontinuität einkehren kann. Wie verschieden Persönlichkeiten aus der Schweiz oft betonten, ist die Entwicklung des deutschen Unihockeys für die internationale Stärkung der Sportart ein wichtiger Faktor.

Foto: IFF