» Drucken

Das Volk will ein Finalspiel!

Vor knapp einer Woche lancierten wir eine breite, kontroverse Diskussion um die Einführung eines einzelnen Finalspiels anstatt einer Playoff-Serie. Die Reaktionen fielen heftig und unterschiedlich aus. // Donnerstag, 03. Oktober 2013

Zum einen erreichte die Facebook-Seite in nicht einmal einer Woche mehr als 3000 Likes! Zum anderen erreichten uns auch durchaus skeptische Stimmen. Der Grundtenor ist oft derselbe: Sportlich lieber Playoffs, ökonomisch lieber ein Finalspiel.

Aus marketing-technischer Sicht spricht Simon Laager, Direktor Marketing und Events von IMS Sports AG, von einer grossen Chance: “Dank der medialen Resonanz und dem Kleid des Special Events würde eine attraktive Plattform für bestehende und neue Partner geschaffen.“ Ähnlich sieht es Nationaltrainer Petteri Nykky: „Für das Publikum und die Vermarktung ist ein Spiel sicher besser.“ Für ihn birgt das Superfinale auch Gefahren, vor allem aus sportlicher Sicht: „Für das Spiel und die Saison ist eine Serie besser. Ich persönlich möchte lieber möglichst viele hochstehende Spiele haben.“ Die Meinung von allfälligen Protagonisten eines Finalspiels ist oft dieselbe. „Als Spieler würde ich immer eine Serie über maximal fünf oder sieben Spiele vorziehen. Als Fan hätte ein einzelnes Finalspiel jedoch die grössere Anziehungskraft“, meint der langjährige Nationalspieler Christoph Hofbauer. Interessant wäre zu wissen, wie sich die Situation aus Sicht des Verbandes präsentiert. Dort wollte man sich nicht äussern. Es sei zu früh für eine Stellungnahme, liess man verlauten. Die Verbandskollegen in Schweden und Tschechien unterstützen beziehungsweise ordneten die Durchführung eines Superfinals gleich selber an. Das lässt erahnen, dass auch swiss unihockey für den Event votieren würde.

Stagnierende Zuschauerzahlen und Lizenzierte, fehlende mediale Abdeckung und geringer finanzielle Spielräume, das sind nur einige der gegenwärtigen Sorgen im Unihockey. Wer das Potenzial mit genannten Problemen vergleicht, kommt rasch zu Schluss, dass ein Finalspiel einige dieser Faktoren verschwinden lassen oder zumindest mildern könnte.

Die Abstimmung der Nationalliga-Präsidenten findet in knapp einer Woche am 9. Oktober statt. Hoffen wir, dass die Clubverantwortlichen im Sinne des Sports entscheiden und nicht ihre eigenen, kurzfristigen Anliegen vorzeihen