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Boxplay Nico Gröbli

Mit Nico Gröbli hat ein junger, talentierter Spieler den frühen Sprung ins Ausland gewagt. Wir haben ihn unter die Lupe genommen. Von Luca Graf // Donnerstag, 21. August 2014

Thurgau, Winterthur, Zürich und jetzt Örebro. In deinem jungen Alter hast du bereits viele verschiednen Vereine gesehen, gefällt es dir eigentlich nirgends?
Das sind im Schnitt fünf Jahre meines Lebens im selben Verein, ganz schön viel was...
Nein, im Ernst. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich schon einige Vereine gesehen habe. Doch ich würde den gleichen Weg nochmals gehen. Profitieren konnte ich überall und gefallen hat es mir bei jeder Station enorm. Ich bin ein offener Typ, was es mir leichter macht, neue Kontakte zu knüpfen. Dazu muss ich sagen, dass es im Thurgau damals nicht die gleichen unihockeyspezifischen Möglichkeiten gab wie dies beiwspielsweise Zürich besitzt. Die grösseren Vereine waren weiter weg. Dies hat sich mit dem stark aufstrebenden FBTG nun jedoch endlich geändert.

À propos Thurgau, in wie weit hatte die Unihockeyschule in Erlen Einfluss auf dein Leben/dein Unihockeyspiel?
Für mich als Unihockeyspieler hat die Schule gar keinen Einfluss mehr. Ich sehe die Zeit nun mehr als eine Lebensschulung. Klar ist es toll, dass man jden Tag trainieren kann und Privilegien geniessen darf. Unihockeytechnisch legt man auch einen guten Grundstock. Doch das für mich Entscheidende ist der Umgang mit dem Sport. Die Thurgauer Sporttagesschule in Erlen hat mich in einem Alter, in dem wir viele Entscheidungen treffen müssen, in die richtige Bahn gelenkt. Dies war ausschlaggebend für meine Karriere und beeinlusst mich immernoch.

Du bist nun seit zwei Wochen in Schweden. Hast du bereits Heimweh? Was vermisst du besonders?
Zwei Wochen sind wie Ferien. Ich denke, es dauert noch eine Zeit, bis ich realisiere, dass ich wirklich hier lebe und nicht gleich wieder zurück fliegen werde. Ich vermisse enorm eine Geschirrwaschmaschine und die übersüssten Cupcakes meiner kleinen Schwester.

Welche Erwartungen hast du an dich und deine Leistungen im hohen Norden?
Ich habe immer hohe Erwartungen an mich. Ich bin jedoch auch sehr zuversichtlich, denn die Mannschaft und der ganze Staff unterstützen mich enorm und lassen vieles so einfach wirken. Dazu kommt, dass die Mannschaft extrem jung ist. Der Schnitt liegt um die 20 Jahre, was wohl auch einzigartig zu geniessen ist. Mit der Mannschaft will ich klar in die Playoffs und hoffentlich schlussendlich um den Aufstieg kämpfen!

Der Einfluss schöner schwedischen Frauen auf dein Vorhaben?
Dazu wage ich noch keine Prognose. Zuerst muss ich abwarten und schauen, wie das Schweden-Schweiz Feuer funkelt;)