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BOXPLAY mit Marcel Siegenthaler

Marcel Siegenthaler verkörpert den SV Wiler-Ersigen wie kaum ein anderer. Als langjähriger Sportchef kennt er die Unihockey Szene wie seine Westentasche. Warum er ein Elefant wäre und warum das Fernsehn den Superfinal nicht überträgt gibt's im Boxplay zu lesen. // Freitag, 11. Oktober 2013

Als Tier wäre ich...
...natürlich ein Elefant, so führe ich mich auch manchmal auf im  Unihockey-Porzellan-Laden. Vor allem vergesse ich nie etwas. Und kann deshalb jedem in dieser Szene direkt in Gesicht werfen, wenn er wieder Mal seine Meinung geändert hat und wie ein Fähnchen im Winde weht. So standhaft wie ein Elefant ist in dieser Szene sonst nur noch Rene Berliat und deshalb verstehen wir uns wohl auch so gut.

Ihr habt mit der Stockmarke LEXX ein neues Projekt lanciert. Der SVWE scheint Ihnen langweilig geworden zu sein, wenn Sie neue Herausforderungen suchen...
Leider wurde das Projekt nicht durch den SVWE lanciert, sonst hätten wir endlich das grösste Budget der Liga. Wir unterstützen das Projekt nur. Und langweilig ist mir der SVWE nicht geworden, seit "Langwiler" den Titel mehr oder weniger freiwillig abgeben hat, ist es doch wieder richtig spannend.

Gibt es auch LEXX-Stöcke, die länger als eine Woche halten? der Verbrauch ist riesig!
Und kurbelt damit das Geschäft an. Andere machen Stockversicherungen, bei Lexx kriegt jeder Garantie, fragt sich nur auf was.

Reicht es nicht, wenn der SVWE die Meisterschaft und damit den Spielbetrieb dominiert? Muss er denn auch noch den Materialmarkt beherrschen?
Als Viertelfinal-Verlierer sind wir froh, nun wenigstens im Materialbereich aufzufallen. Irgendwo möchten wir schon die Nummer 1 sein.

Wo steht das Unihockey in 20 Jahren?
Wir werden kurz vor dem 20. Schweizer Superfinale stehen, der Präsident von swiss unihockey wird somit schon einen ansehnlichen Dauer-Sitzstreik vor dem Schweizer Fernsehen hinter sich haben, weil SRF2 immer noch lieber den xten-Sturz von Oldie Tom Lüthi auf seinem Velotöffli überträgt als den Superfinal. Diesen werden doch immerhin 7000 Zuschauer live vor Ort mitverfolgen. Dies aber auch nur, weil der Verband pro NLA-Team 500 Pflichttickets verrechnet. Die Vereine wiederum verknurren daraufhin ihre Mitglieder (inklusive Anhang, wenn vorhanden...) das Superfinale zu besuchen. Da dies auch das Schweizer Fernsehen mitbekam, verzichten die TV-Bosse Jahr für Jahr auf eine Live-Übertragung, da die 7000 potentiellen TV-Zuschauer ja alle wegfallen.