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Aki Hietanen bei Uster

"Im Ausland zu spielen hat mich schon seit längerem gereizt..." Von Antti Uimonen // Dienstag, 05. August 2014

Im Sommeninterview stellt sich der vor Wochenfrist nach Uster gezogene Aki Hietanen den Fragen von Pääkallo.fi.

Wie ist der Sommer bisher verlaufen?
- Der Sommer ist sehr angenehm verlaufen. Ich habe mit KooVee trainiert, bis ich nun nach Uster umgezogen bin. Ich bin auch ein bisschen gereist, war in Barcelona und auch mal hier in Uster. Sonst habe ich mehr oder weniger einfach das Wetter genossen und ab und zu ein wenig Fussball gespielt.

Hietanen zog vor Wochenfrist nach Uster. Die Erfahrungen von der Schweiz und von Uster sind bisher positiv.
- Die Menschen hier sind sehr freundlich. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Ich verstehe noch nicht was der Trainer sagt, aber es ist jeweils sofort jemand da um es mir zu übersetzen. Uster ist eine kleine Stadt, fast eine Landidylle.

Finnische Spieler sind gewohnt beliebte Verstärkungen in der Schweiz. In der letzten Saison spielten in Uster die Hietanen von KooVee bekannten Spieler Kimmo Kontiainen und Henri Mäenpää. Der Vertrag von Hietanen enthielt eine Auslandsklausel und er wird nach seiner Uster-Zeit auch wieder nach Tampere zurückkehren.
- Im Ausland zu spielen hat mich schon die letzten paar Jahre interessiert. Nur hatte es bisher nicht geklappt und es kam etwas aus dem Zivilleben dazwischen. Ich habe von der Schweiz sehr viel gutes gehört von jenen die auch schon hier gespiel haben. Es gab auch noch einen anderen Verein der an mir interessiert war, sagt der seine ganze bisherige Karriere bei KooVee bestrittene Hietanen.

Mit dem Schweizer Unihockey verbindet man auch oft Geld und dass die Ausländischen Spieler dort als Profis spielen können, auch wenn sie das Zuhause nicht sind.

Wirst Du mit dem Transfer in die Schweiz ein Unihockey-Profi?
- Nein. Ich arbeite Teilzeit. Ein Lagerjob, Fliessbandarbeit.

Hietanen erwähnte zu beginn, dass er nicht wirklich versteht, was der Trainer sagt. Deutsch läuft also noch nicht so fliessend, aber etwas kleines ist auch schon hängen geblieben.
- Nein, Deutsch geht noch nicht wirklich. Grüssen kann ich jedoch.

Der aus Tampere stammende Verteidiger ist nicht die einzige Finnische Verstärkung bei Uster. Dazu gesellt sich von TPS Turku der Stürmer Lauri Liikanen.

Ist er dir ein bereits bekannter Spieler?
- Ja. Wir haben bei den Junioren schon viel gegeneinander gespielt. Wir waren auch gleichzeitig in der Junioren-Nati und in der Sportler RS.

Hietanen, 23, hat bereits fünf Jahre Salibandyliiga hinter sich. Für einen Spieler mit Potential ist es wichtig sich weiter zu entwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen. Diesbetreffend hat man bei Hietanen in den letzten Jahren auch eine grosse Veränderung gesehen.

Als Spielertyp ist Hietanen ein ballführender Verteidiger, welcher von Tag zu Tag stilsicher spielt.
- Das Spielverständnis ist gestigen. Zu Beginn war ich Stürmer, aber KooVee Trainer Riihimäki hat mich vor zwei Jahren umfunktioniert. Viele frühere Trainer haben dies als eine spezielle Lösung empfunden, welche ihnen nicht so schnell in den Sinn gekommen wäre.

Wo er sich noch entwickeln kann, muss er nich zwei Mal überlegen.
- Vor allem meine Schusstechnik muss sich verbessern. Die Physik kann man natürlich auch immer verbessern.

Wie Hietanen weiter oben selber sagte, war er früher Stürmer. Die Umstellung zum Verteidiger scheint aber gut geklappt zu haben. Auch gemäss den Statistiken war die letzten Saison seine stärkste.

Welche Position ist dir lieber heutzutage?
- Heutzutage lieber Verteidiger.

Hietanen hat im Dress von KooVee bereits einiges erlebt. Die letzte Saison verlief eigentlich über den Erwartungen. Einen erfahrenen Liga-Spieler kann man also auch fragen, was für eine Mannschaft diese Saison in Tampere zu erwarten ist.
- Eine junge, hungrige und wieder ein Jahr erfahrenere Mannschaft. Gute Rückkehrer. Der aus der Schweiz zurück kehrende Kimmo Kontianen ist eine wichtige Vater-Figur.

Hietanen sieht in seinem aktuellen Team auch Parallelen zu KooVee.
- Eine sehr ähnliche Mannschaft wie bei KooVee, also jung und hungrig. Manchmal vielleicht etwas zu viel Tempo und zu wenig Cleverness. Aber so scheint es hier bei vielen Teams zu sein.

Die kommende Saison ist für Hietanen natürlicher Weise eine etwas andere, denn das Umfeld und die Mitspieler sind neu. Die Mannschaft gehört nicht zu den Top-Teams der Schweiz, doch das Ziel ist klar.
- Das Ziel der Mannschaft ist es sich das erste Mal für die Playoffs zu qualifizieren. Persönlich wäre es mir natürlich wichtig, mich als Spieler weiter zu entwickeln.

Bisher hat Hietanen drei Junioren-Länderpsiele gespielt und das höchste Ziel der Karriere findet sich auch in diesem Bereich.
- Nun, natürlich wäre es sehr schön das Nati-Trikot überstreifen zu können.

Aki Hietanen (72) spielt neu bei Uster. Bild: Mikko Hyvärinen