Nach der Einführung in der letzten Saison stehen in diesem Jahr zum zweiten Mal Viertelfinals auf dem Programm. Bekanntlich haben sich in der Erstausgabe 3 der 4 Gesetzten verabschiedet, und die Derbygeschichten sorgten für einen Vollerfolg. Nun kann man aber nicht jedes Jahr davon ausgehen, dass vier Derbys auf dem Programm stehen. Die erste Hürde der Bestätigung wurde mit den Schwierigkeiten beim Wählen auch nicht gerade bravourös gemeistert… Trotzdem finde ich das aktuelle Format gut.
Die Qualifikation mit 12 Teams ist okay. Und 8 Teams, welche sich Playoffs verdienen, haben wir ebenfalls. Gut, Lok Reinach landete ziemlich abgeschlagen auf dem letzten Platz, die anderen 3 sind aber punktemässig nicht so weit von einem Playoff-Platz entfernt und konnten lange mit einem Play-off-Platz liebäugeln. Das sieht in der schwedischen und finnischen Liga definitiv nicht besser aus. Die genaue Rangordnung der ersten 4 Plätze wurde erst am letzten Wochenende bestimmt und zumindest theoretisch waren noch bis zum letzten Spieltag Tickets zu haben für den Viertelfinal. Apropos letzter Spieltag: Dass ein Top-Team wie GC für die letzte Runde statt der besten Mannschaft eher eine Juniorenmannschaft schickt, liegt hoffentlich nicht daran, dass 5 Spiele in 9 Tagen zuviel sind, ansonsten müsste man sich wohl ein paar Gedanken machen über das Sommertraining…
Ein Platz auf den Rängen 5 bis 8 bedeutet zwar, dass man je nachdem ein Heimspiel weniger auf dem Programm hat. Dass man jedoch von den ersten drei Spielen deren zwei zuhause absolvieren kann, ist sicher ein Vorteil. Denn damit hat man die Möglichkeit, mental voll in der Serie zu sein, schon nur wenn man eines der Heimspiele gewinnt. Und schlussendlich ist ja der mentale Aspekt enorm wichtig. Ein Gegner ist erst bezwungen, wenn er nicht mehr an sich glaubt, auch wenn man eine Serie schon mit 3:0 führt.
Die ersten 3 Runden sind gespielt. Dass sich das Blatt verglichen mit dem Vorjahr zugunsten der ersten Vier wendet ist keine Überraschung, aber GC–Grünenmatt und Wiler–Jets versprachen eigentlich weniger Spannung als die anderen beiden Partien. Mit ihrer 3:0-Führung stellen Malans und die Tigers die Erwartungen aber etwas auf den Kopf. Wer von den beiden will sich als erster darüber den Kopf zerbrechen, was man mit 2.5 Wochen Pause anstelltJ?
Man kann konstatieren, dass die Skorerliste diese Saison einen deutlich stärkeren „Swiss touch“ hat als in der Vergangenheit. Jussila ist unangefochten an der Spitze, trotz ein paar verpassten Spielen. Ansonsten ist viel Swiss Power angesagt. Dass sich mit Meier, Mühlethaler, Hartmann (und aktuell Berlinger) gleich ein paar Schweizer „neu“ in der obersten Region der Skorerliste angesiedelt haben ist besonders erfreulich (letzterer für mich als Wiler-Spieler momentan vielleicht etwas wenigerJ). Angesichts der Tatsache, dass wir in den letzten 3 Halbfinals an der WM jeweils nicht mehr als 2 Tore hingekriegt haben sicher eine Bilanz, die Mut macht… Oder muss man diese relativieren? Köniz spielt ohne Ausländer, Wiler seit der Verletzung von Quist mehrheitlich ebenfalls, Bodén war verletzt, Cepek an Weihnachten gegangen, Oilinki verletzt. Nein, man braucht diese nicht zu relativieren. Die GC-Jungs hatten in der Quali einen unglaublichen Lauf, Mühlethaler würde in jeder Liga dieser Welt seine Tore schiessen, Stucki und ich sind nicht gerade neu in dieser Kategorie. Auch wenn sich dieses Jahr vielleicht ein paar weniger hochkarätige Ausländer auf unseren Feldern tummeln, die Schweizer Punkte sind sehr wertvoll und zeigen, dass die Schweizer Spieler genau so dominant sein können.



























