Die neue Saison ist in vollem Gange. Nach den intensiven Trainingsweekends und Vorbereitungsturnieren kann man sich nun wieder voll auf die Ernstkämpfe konzentrieren.
Die ersten Highlights lassen nicht lange auf sich warten, der Oktober hat es bereits in sich. Für uns geht es mit dem SV Wiler-Ersigen ab dem 5. Oktober am Europacup bereits um die erste Medaille. Die Quali dazu war sehr gut besetzt und somit eine riesige Hürde für die Tigers, die sowohl an Tapanilan Erä aus Finnland, als auch am späteren Qualifikanten durch Losentscheid, dem schwedischen Meister Storvreta scheiterten.
Bei Storvreta sticht vor allem die erste Linie (mit Mika Kohonen, Hannes Öhman und Henrik Stenberg) heraus. Seit Jahren ist diese fast unverändert und erzielt den Grossteil aller Tore. Neben der individuellen Klasse lebt das Team von einer äusserst konsequent umgesetzten Taktik (das Wort „Gameplan“ wird in jedem Interview erwähnt) und schnellem Konterspiel. Dass Tapanilan Erä nicht teilnehmen wird am Finalturnier, darüber sind wir nicht unglücklich. Vor 3 Jahren am Czech Open bin ich diesem Team zum ersten Mal begegnet, und das schnelle Passspiel hat mich schon damals beeindruckt. Eigentlich weiss ich noch heute nicht, wie wir dieses Spiel (im Halbfinal mit Dalen) gewinnen konnten. Nicht nur Motivation, sondern auch Effizienz besiegt anscheinend Klasse. Trotzdem; bezüglich Intensität ist Erä für mich international die Nr. 1.
Dass sich Storvreta schlussendlich mittels Losentscheid durchgesetzt hat, finde ich äusserst seltsam. Wie schwierig kann es sein, kurzfristig der Ausgangslage entsprechend den Modus anzupassen und stattdessen in die Verlängerung oder ins Penaltyschiessen zu gehen?
Weiter warten in unserer Gruppe der tschechische Vertreter Vitkovice sowie die Esten Augur. Die Tschechen kennen wir bereits ziemlich gut, im letzten Jahr konnten wir sie mit 4:0 bezwingen, während wir am Czech Open einen etwas spärlichen 1:0-Sieg landeten.
Auch wenn wir bereits zum sechsten Mal an einem Europacup teilnehmen ist die Vorfreude gross. Internationale Ernstkämpfe auf Klubebene gibt es ja bekanntlich nur in diesem Rahmen. Einerseits geht es natürlich primär um das Ziel vor Ort, andererseits bringt uns diese Woche auch bezüglich Teamgeist enorm viel, und wir sind schlussendlich noch jedes Jahr gestärkt aus diesem Turnier in die heimischen Wettbewerbe zurückgekehrt.
Kaum zurück vom Europacup, wird schon das nächste Highlight anstehen: Die Swiss Mobiliar Games in der Wankdorfhalle (16./17. Oktober)! Dass diese Halle ideal ist für solche Events, davon kann man sich alljährlich im Rahmen des Cupfinals überzeugen. Nun liegt es auch an den Vereinen, möglichst viele Leute zu aktivieren, damit dieser Anlass dann auch zum erhofften Erfolg wird.
Am Wochenende darauf werden die Swiss Mobiliar Cup 1/8-Finals ausgetragen. Wenn ich bei der Auslosung nicht live dabei gewesen wäre, hätte ich mich wohl gefragt, ob da wirklich alles mit rechten Dingen über die Bühne gegangen ist. Wiler-Malans, Tigers-Köniz, HCR-Chur, unglaublich. Neben den Zuschauern profitiert aber auch das Schweizer Unihockey von solch einer Hammerauslosung; sich in KO-Spielen mit den Besten zu messen, genau dies bringt alle weiter.
Für Action ist also gesorgt!



























