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Finnkampen

Schweden gegen Finnland, ein packendes Duell auf höchstem Niveau. Spannung, Emotionen und vorallem Prestige war garantiert. Von Luca Graf // Sonntag, 14. September 2014

Es war wieder einmal an der Zeit. Am Wochenende wurde die Vorherschaft um die Nr. 1 in Skandinavien (und auch international) ausgetragen. Gleich vier mal hiess das Duell Schweden gegen Finnland resp. Finnland-Schweden. Zwei Spiele bei den Damen, zwei Spiele bei den Herren, das ist Finnkampen...

"WM-Final Hauptprobe"
Die WM der Männer naht. Deshalb hatten die Partien eine noch grössere Bedeutung. Gehen doch beide Seiten selbstbewusst davon aus, dass sie einander im WM Finale wiedersehen. Für dieses eine Spiel im Dezember, ist das Finnkampen in moralischer Hinsicht von enormer Bedeutung. Gleich mit 6:1 gewann Gelb-Blau die erste Partie auf schwedischem Boden in Malmö. Balsam für das schwedische Unihockeyherz, ging doch die letzte Partie gegen den Erzrivalen anlässlich des EFT in Tschechien verloren. Die Tore zum Spiel aus dem "Hinter Tor Winkel"...

 

Im schwedischen Aufgebot waren über 30 Spieler zu finden. Es wurde viel rotiert und geprobt. Der Grund für die vielen Spieler ist der Saisonstart. Am Dienstag beginnt die SSL mit den Partien Storvreta- Växjö und Müllsjö-AIK. Nationalspieler dieser vier Verein verzichteten aus Regenerationsgründen auf das gestrige zweite Spiel in Vantaa, Finnland. Dieses endete 5:5 nach der regulären Spielzeit, wobei Finnland das anschliessende Penaltyschiessen gewann. Den entscheidende Strafstoss zum 7:6 Sieg verwertete der ehemalige Alligator, Lauri Kapanen, souverän.

Zwei Siege für die schwedischen Frauen:
Bei den Damen zeichneten sich zwei Siege für die schwedische Auswahl ab. 5:3 zuhause in Malmö und 1:4 in Vantaa standen nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel. Auch bei den Damen war einen grosse Genugtuung nach den zwei Siegen zu spüren, wurde doch auch das letzte Spiel vor dem Finnkampen verloren. Aufgrund von Verletzungen und Krankheiten mussten einige Stammkräft zuhause bleiben. So kamen gleich fünf Spielerinnen zum Debüt im Nationalteam. Von diesen traffen gleich Drei ins Schwarze und erzielten ihr erstes Tor auf internationellem Parkett, einen Einstand nach Mass also...

Medialer Seitenhieb:
Mit den drei Siegen aus vier Spielen (und der Niederlage im Penaltyshootout) bewies Schweden einmal mehr, dass sie die Unihockeynation Nr. 1 sind (momentan zumindest in Skandinavien;)....
Psychologisch sind die schwedischen Spieler also für die WM gewapnet. Vorallem der 31-jährige Torhüter Patrik Aman griff tief in die Trickkiste der psychologischen Kriegsführung nach dem 6:1 Sieg. So liess er gegenüber der Tageszeitung expressen.se selbstbewusst verkünden: "Ich bin Finnlands Alptraum und dies seit der WM 2010!" Wir sind auf die finnische Reaktion gespannt, auf oder nebem dem Feld.

Bild: Per Wiklund