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Wohngemeinschaft Meier & Graf – Eine haarige Geschichte

Von Luca Graf & Pascal Meier // Montag, 18. November 2013

Viele positive Rückmeldungen haben wir aufgrund unserer bisherigen Berichterstattungen erhalten. Somit steigt auch der Druck und wir hatten bereits Bedenken uns auf demselben Level zu halten, da wir vor ein paar Wochen noch nichts erlebt hatten. Doch dann überschlugen sich die Haarigen-Ereignisse:

Die Haarpanne 1
Pascal färbte sich aus unerklärlichen Gründen (!) seine Haare. „Ein bisschen dunkler“ war das Ziel, rabenschwarz das Resultat. Sehr zur Freude von Luca, welcher amüsant beobachten konnte, wie Pascal seine Maske/Kappe im Training um keinen Preis abnehmen wollte um seine neue Frisur nicht zur Schau zu stellen. Viel wurde darüber in unserer WG gelacht und Pascal wurde liebevoll in Enrique umbenannt. Zu sehr glich er Mister Iglesias, nur dass dieser seine Gitarre im Zimmer nicht verstauben lässt.

Die Haarpanne 2
Doch das Karma schlug mächtig zurück. Eines Tages wurde Pascal ins Badezimmer gerufen. Gemächlich machte sich Enrique auf den Weg ohne Vorahnung, was für gigantische Freudensprünge er bald machen würde. Im Bad angekommen traf Mister Schwarzkopf einen völlig aufgelösten und verwirrten Luca. Wie ein begossener Pudel, am Boden zerstört und den Tränen nahe, sass dieser auf dem Boden. Was war passiert?

Luca wollte sich (wohl auch aus Langeweile) die Haare selber schneiden. Leider war er dabei nicht vorsichtig genug und erwischte den kürzesten Aufsatz. Shit Happens aber Luca kam damit absolut nicht klar. So gingen wir zusammen zur Ablenkung erst einmal Einkaufen, mit einem gewöhnungsbedürftigen Loch in den Haaren. Was für ein Bild wir dabei wohl abgaben... Ein strahlender und überglücklicher Pascal als Frontmann, dahinter ein in Gedanken versunkener (die Frage nach dem Warum war ziemlich oft zu hören) Kappenträger. Das Missgeschick konnte Pascal nach dem Essen einigermassen geradebiegen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle an Pascal, für seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten als Coiffeur und „Lebensretter“.

An diesem schwarzen Tag lief wirklich alles schief. So durften wir erfahren, dass unser Feueralarm sehr sensibel reagiert, vor allem wenn wir alle vier Herdplatten zum kochen benutzen. So konnte unsere Vermieterin, welche an den gleichen Alarm angeschlossen ist wie wir, immerhin als Exklusivgast in der ersten Reihe den neuen Haartrend bewundern.

Haarsträubende Reise 1
Kurz bevor das EFT-Wochenende bevorstand, bestritten wir unser Auswärtsspiel gegen Dalen, in Umea. Die Reise begann frühmorgens um 05:00 am Samstag. Nach 1089km Busfahrt, ein paar Filmen, hitzigen Fifa 14 Partien, langen Diskussionen und unbequemen „Carschlaf“ kamen wir gegen 22:00 in unserem Hotel an. Die Zimmerzuteilung ergab nichts Überaschendes und wir durften eine weitere Nacht zusammen verbringen. Als wir das Zimmer öffneten, sprang uns beiden sofort die Gewichtshanteln über dem Bett ins Auge. Gedacht waren sie für ein Workout im Zimmer, geführt über eine CD die man im DVD Player hätte einlegen können. Nun ja, wir beide waren ziemlich niedergeschlagen von der langen, ungewöhnlichen Reise. Dass wir beide jeden Tag unsere schwachen fünf Minuten (5Min sind dabei das Minimum, meistens jedoch mehr) haben ist wohl bekannt. Doch der Mix aus kaltem Temperaturen, der langen Reise mit Bewegungsmangel und den Hanteln liess uns um zehn Jahre verjüngen. Wild wurde getanzt, gesungen und die Hanteln geschwungen. Nichts in unserem Zimmer war mehr sicher und wir amüsierten uns dermassen, dass wir fast unser Nachtessen verpassten. Hoffentlich wurde dass Zimmer nicht Videoüberwacht :D Unser Trip nach Umea konnten wir am Sonntag erfolgreich mit einem Sieg über Dalen abschliessen und kamen am Montagmorgen um 10:00 völlig übermüdet in Växjö an.

Haarsträubende Reise 2
Anfangs November wurden wir zwei für die Länderspiele in Schaffhausen aufgeboten, ein wirklich toller Event. Doch aller Anfang war schwer. Am Vortag unserer Abreise wütete ein Sturm durch Südschweden. Nun ja, unbekümmert und unbeeindruckt von ein „bisschen“ Wind trat Pascal seine Reise um 09:30 nach Hause als Erster an. Wir hatten aus unserer „Verpflegungspanne“ im Oktober gelernt und haben uns darum geeinigt, die Reise allein via Zürich respektive Basel anzutreten. (Als Randnotiz: Wer die Schuld trägt wird immer noch rege am Abendtisch diskutiert und das wird bei uns zwei Dickköpfen wohl auch so bleiben) Um 11:30 stellte sich auch Luca der Herausforderung Zugfahren an einem Tag nach einem heftigen Sturm. Um 16:00 trafen wir uns am Flughafen von Kopenhagen wieder. (Normale Zugfahrt dauert 2h 15min!!!) Des einen Freud, des anderen Leid. Luca erwischte mit Mühe und Not, völlig gestresst in letzter Sekunde seinen Flug, Pascal jedoch kam zirka eine Stunde zu spät. Beide hatten auf ihrer Reise ihre Mühe mit der Zug-Wahl, diversen unfreiwilligen Endstationen, Busersatz und Ungewissheit über die Zukunft der Reise. Glücklicherweise sind wir beide wohlauf am selben Abend im Hotel Mama angekommen.

Die SchnauzHaar-Geschichte
Für die gute Sache sind wir beide zu haben. So haben wir uns schon früh dazu herausgefordert, unser Schnauz (oder was auch immer das ist) im Sinne von Movember und der Erforschung und Vorbeugung von Prostatakrebs wachsen zu lassen. Ja, wir duellieren uns gerne und oft und gerade deshalb wäre eine Rasur einer bitteren Niederlage, ja gar einer Schmach gleichbedeutend. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Da sich Pascal mit seiner begrenzten Anzahl Haaren benachteiligt fühlte, Griff er tief in die Trickkiste. Mit Hilfe eines Mascaras erschummelte er sich für den Samstagsbummel in der Stadt, einen besseren Anblick. Wir lassen es als „Grauzone“ noch gelten und sammeln weiter Geld. ;)