» Drucken

WM Optimismus

Heute beginnt für die Schweiz die Unihockey-WM in Göteborg. Ein guter Grund, sich zu Wort zu melden, Mäx: Von Mäx Niederhuser // Sonntag, 07. Dezember 2014

Dass Mäx keine Journalisten mag, ist altbekannt. Dieses Gerede und geplappert vor der WM, diese Besserwisser mit ihren Optimierungsvorschlägen, er mag es einfach nicht. Ihm stehen dabei die Haare zu Berg, wovon er reichlich besitzt.  Aber er kann es sich einfach nicht verkneifen, seinen Senf dazu beizutragen.

Die Schweizer Nationalmannschaft befand sich ja im Trainingslager in der Türkei. Warum in aller Welt in der Türkei? Max liebt die Schweiz und kann sich nicht erklären, warum man die Grenzen verlassen hat. Zwischen alle den Seen und Bergen, den kleinen Dörfern und Landwirtschaftsfeldern, hätte es ja genug Platz gehabt um zu trainieren. Die klimatischen Bedingungen hätten sich auch jenen in Schweden entsprochen, zumindest für den Weg vom Hotel zum Bus. Trainiert wurde ja sowieso nicht wirklich, wie Mäx die Bilder auf der Verbandsseite interpretiert. Es sah aus seinen Augen mehr aus wie Ferien. Ferien? Für ihn unerklärlich, er hätte die Burschen lieber rennen, Gewichte stemmen und vor allem schwitzen sehen. 

Aber Mäx schaut nun in die Zukunft und fragt sich, warum wir gerade dieses Jahr Weltmeister werden:
"Dieser Stucki, dass ist unser Mann für Göteborg!" Mäx ist fest davon überzeugt, dass der Rücktritt vom Rücktritt vom Comeback des Comebacks (der Überblick ging eindeutig verloren) des Metzgers aus dem Emmental ein Glücksfall für die Schweiz ist. Einer der Anpacken kann, kein "Gränni" einer der alten Schule, genau wie Mäx. Seine Forderung, Stucki die vollen 60 Minuten auf dem Feld zu lassen, begründet er auch mit den vielen Verletzungen im Team. Vier in einem Block plus Stucki, so sein Geheimrezept. So könnten sich die angeschlagenen Spieler auch besser schonen.
Gerber hat es vor zwei Jahren vorgemacht. Fast ohne Spielpraxis eine tolle WM abgeliefert. Doch Mäx ist sich bewusst, nicht alle sind wie dieser Teufelskerl Kuli. Doch können ihm dies der Philosophie Antener, der Hofbauer und all jene mit Blessuren gleichtun? Mäx bezweifelt dies und weiss gar nicht recht, wer alles fit ist. Ihn kümmert dies jedoch gänzlich wenig. Er fordert sowieso, dass die Spieler auf die Zähne beissen müssen, in jeder Situation. Sonst sollen sie Schachspielen, so seine Analyse.

Immerhin haben wir noch den  Scalvinoni, der sollte ja topfit sein, findet Mäx. Ohne Nationalmannschaft Strapazen im letzten Jahr und mit dem blonden, schwedischen Dreikäsehoch in der Linie sollte, sollten seine kräftigen Waden ausgeruht sein. Nach der WM will sich Mäx den jungen noch Vorknöpfen, genau wie diesen Meier. Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen und nicht einfach in allerletzter Sekunde wieder auf dem Radar auftauchen. Für ihn sind sie zwei typische Zürcher eben, denen er grundlegend Antipathie schenkt. Doch irgendwie mag er sie trotzdem, den Unihockeyspielen können die beiden, das weiss Mäx.

Das seine Forderungen erhört werden, bezweifelt der Mäx. Denn er weiss: Dieser Nykky ist ein ganz spezieller, ein komischer Vogel. Der lässt sich nicht blenden von aussen, von all den kritischen Äusserungen der möchtegern Fachspezialisten. Ein Mann, der kargen Worte, wie Mäx (ausser er muss sich hier äussern) und so verzeiht er ihm auch den Fehler, ausser Landes trainiert, ähm Ferien gemacht zu haben...

Mäx wird es schlecht. So viel Optimismus aus seiner Feder, so gar nicht sein Typ. Aber er ist ein Schweizer Patriot, durch und durch. Einer, der die Landeshymne voller Stolz und mit kräftiger, tiefer Stimme singt. Darum hofft er für unsere Nationalmannschaft nur das Beste und wünscht Ihnen viel Erfolg. HOPP SCHWIZ!