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Välkommen Sweden

Von Samuel Schneiter // Freitag, 06. September 2013

Die Hinreise... frühmorgens ging das Abenteuer Schweden los, bereits um 06:30 Uhr startete der Flieger. Nach einem störungsfreien, ruhigen Flug  wurden meine Freundin Laura und ich freundlich von Herrn Grandin, dem Sportchef von Caperio Täby begrüsst und in unser „vorübergehendes“, neues zu Hause, ins „Scandic Hotel“, chauffiert. Schon bei der Autofahrt zum Hotel konnten wir die naturbelassene Landschaft und den typisch schwedischen Baustil bewundern.

Täby erkunden… Dank unseren Scandic-Bikes, die uns vom Hotel gratis zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir meine neue Heimstätte, die Tibble Arena, besichtigen. Gleich nebenan entdeckten wir eines der grössten Einkaufzentren von Europa, sicher ein guter Zeitvertrieb im Winter. :-)

Bereits am zweiten Tag fand mein erstes Training statt… dieses Training hatte es in sich, als ich gerade in der Garderobe Platz nehmen wollte, kamen zwei Kollegen von der schwedischen Dopingkontrolle zur Türe hinein. Da ich die schwedische Sprache noch nicht beherrsche, war ich sichtlich froh, dass ich nicht zur Kontrolle musste. Nachdem seit längerem ersten Training auf Parkettboden war die Presse vor Ort und bat zu Interviews.

Trainingslager in Västerås... nach einer etwas längeren Fahrt als geplant, kamen wir in der Halle in Västerås an. Das Einrichten im 25-Mann-Massenschlag mit den etwas instabilen Betten war schon einmal eine Herausforderung. :-) Immer wieder hört man in der Nacht "Fitta jävlä" nachdem jemand die Bettlatten rausgehauen hatte und am Boden lag. Zum Abendtraining gibt es nicht mehr viel zu sagen. Auch wenn die Halle/Unterkunft nicht gerade der pure Luxus war, ist es in Schweden wahrscheinlich üblich, dass ein Whirlpool und eine Sauna zum Standard gehören. Ich genoss das sehr.

Gut erholt ;-) konnten wir am Samstag richtig loslegen. Fantastic 4, Waldläufe und Krafttraining gehörten zum Programm. Abends musste leider auch ich die Taufe über mich ergehen lassen. Lustig war der Abend, dennoch hatte ich das Gefühl, dass die andere Gruppe einen entscheiden Vorteil bei den zu lösenden Aufgaben hatte, da Christian Mattsson in Vasteras lebt und seine Connections hatte. :-)

Das 1.Spiel vs. Granlo... Nach nicht optimaler Vorbereitung am Vorabend reisten wir schon früh nach Nyköping (ein Katzensprung für schwedische Verhältnisse). Da leider noch einige Spieler angeschlagen waren oder fehlten, spielten wir mit zwei Linien.

Wie auch schon von Meier/Graf beschrieben, ist es bereits in den Testspielen ein viel intensiveres und körperbetonteres Spiel. Das Spiel ging letztlich mit 3:6 verloren.

Ausruhen, schönes Wetter und "fein ässä"... schon seit der Ankunft geniessen wir Sonnenschein und angenehme Temperaturen um die 20 Grad. Da Täby nahe vom Meer liegt, konnten ich und meine Freundin die zwei freien Tage mit gemütlichen Velofahrten und Picknick am Meer verbringen.

Nach den zwei erholsamen Tagen folgten harte Tage. Von Mittwoch bis Sonntag 4 Spiele und Trainingseinheiten. Wir konnten die vielen Einheiten nutzen, um uns als Team zu finden und steigerten uns von Spiel zu Spiel. Einziges Hindernis ist momentan noch die Sprache, aber durch die Hilfe von Kalle Olof Berglund der mit Mikael Karlsson und mir eine Angriffslinie bildet, konnte auch dieses „Problemchen“ gelöst werden, so dass er mir das für neue 2:2:1 System einwandfrei erklären konnte.

Nachdem wir fast zwei Wochen im Scandic Hotel gelebt hatten, mussten wir das Hotel wechseln, da dieses ausgebucht war. Unser nächster Aufenthaltsort befand sich in der Stockholmer Downtown, direkt bei einem wunderschönen Park am Wasser.

Obama kommt… schon im Training war der US-Präsident ein grosses Thema. Am Mittwochmorgen, dem 4. September, traf er in Stockholm ein. Wir verbrachten diesen Tag in der Stadt und wie wir schnell feststellten, waren die Sicherheitsvorkehrungen für Barack Obama enorm. Autobahnen sowie Zuglinien wurden gesperrt, die Kanalisation und das Gewässer wurden überwacht, mehrere Hubschrauber kreisten über Stockholm und an jeder Ecke sah man Polizisten und Polizeiautos stehen.

Nun bin ich gespannt auf den weiteren Verlauf meines Schwedenaufenthaltes…..Fortsetzung folgt.