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Saisonvorschau (1/3): Köniz schmiert ab, Wasa sowieso

Von Mäx Niederhuser // Mittwoch, 11. September 2013

Mäx Niederhuser kann den Beginn der Meisterschaft kaum erwarten. Endlich weiss er wieder, wie er die Wochenenden verbringen soll. Oder wie er seiner Frau Beatrice entkommen kann. Die will immer ins Theater, das mag Mäx nicht. Darum ist er auch nicht mehr Fussball-Fan. Unihockey ist da besser. Ausser die Muchas oder Gullstrand kommen, aber dazu später mehr...

Mäx hat sich Zeit genommen, um in gewohnt objektiver Manier eine kleine Saisonvorschau zu gestalten.

Platz 12 – UHC Uster
Bei Uster ist sich Mäx sicher und damit ausnahmsweise einer Meinung mit anderen Experten, Uster hat diese Jahr kein Brot. „Die haben nicht schlechte Spieler, sondern keine Spieler“, meint er trocken. Wie er jedoch aus gut informierten Kreisen weiss, habe man sich in Uster organsiert. So sollen nicht nur die Heimspiele von Hanball-, Volley- und Unihockeyclub zusammen koordiniert und promotet, sondern untereinander auch Spieler ausgeliehen werden können. Mäx ist sich sicher, dass man in Uster wieder die alten Ausreden bringen wird: Man habe das jüngste Kader und ein immenses Potenzial, das man leider nicht abrufen könne. Jaja...

Platz 11 – Floorball Köniz
Der Fall des Vizemeisters, das weiss Mäx genau. Der Einbruch hat seinen Grund: „Ich erwarte harte Attacken auf Superstar Antener. Er wird die ganze Saison verletzt sein“, ist er überzeugt. Ansonsten seien praktisch alle Teamstützen weg, aus welchen Gründen auch immer. Der eigentliche Hauptgrund sei aber der berufliche Hintergrund der verbliebenen Spieler: „Das sind alles Stundenten! Die wissen nicht, wie man die Ärmel hochkrempelt und Hand anlegt.“ Absturz total!

Platz 10 – UHC Grünenmatt
Einen Schritt zurück habe man in Grünenmatt gemacht, ist Niederhuser überzeugt. Diese deutschen Zwillinge seien für das gegnerische, wie auch das eigene Gehäuse brandgefährlich. „So schnell die Muchas vorne sind, so langsam sind sie wieder hinten“, poltert Mäx. Er illustriert das anhand eines Beispiels, das er im Abendkurs für Unternehmensführung in der Migros Klubschule Aarau gelernt hat: Grünenmatt sei wie ein Unternehmen, das zu hohe Fix-Kosten habe. Zwar nehme der Ertrag zu, die Ausgaben aber eben auch. Ein Null-Summen-Spiel also. Er ist sichtlich stolz bei der Erklärung dieser These... Sonst seien verschiedene Spieler nicht gleichwertig ersetzt worden, somit rücken die Playoffs in weite Ferne für die Mätteler.

Platz 9 – Waldkirch-St.Gallen
Der grosse Vorteil der St. Galler sei, dass der neue Headcoach Sascha Rhyner auch Trainer der Damen U19-Nationalmannschaft ist. Mäx, der oft Pech in der Liebe hatte, mag Wasa nicht besonders. Vor allem der blonde Engel aus Schweden reizt ihn oft! Der sei genau so ein Mädchen nämlich, immer jammern, immer meckern... Ein grosser Vorteil ist die Wiedereröffnung der 2009 eingestürzten Halle „Tal der Demut“. Wenn den gegnerischen Teams die Knie schlottern und die sich vor Angst in die Hosen machen, weil ihnen wie den Galliern den Himmel auf den Kopf fallen könnte, laufen die St. Galler heiss. Spätestens in der Overtime werden laut Mäx die Gegener das Spiel lieber verloren geben, als ihr Leben in der Lotterhalle zu riskieren.