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Lockerud wir 30 Jahre alt

Von Simone Wyss // Freitag, 18. Oktober 2013

Lockerud wir 30 Jahre alt

Der 14. September 2013 war ein spezieller Tag für den IBK Lockerud/Mariestad. An besagtem Datum hatten nämlich sowohl das Damen 1 wie auch das Herren 1 Team ihre jeweiligen Saisonpremieren in der neuen Vadsbo Arena. Um das ganze noch ein bisschen auszuschmücken, wurde auch noch Lockeruds 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Am Morgen trafen sich also die sogenannten ”Legenden”, um noch einmal vor grossem Publikum zu zeigen, wieso sie einst zu den Besten Schwedens gehörten. Wir sprechen da von Spieler/innen wie Esa Karjalainen, Keijo Pollari, Jenny Magnusson (ehemals Bern Capitals), Johanna Ekeroth oder Åsa ”Kotten” Karlsson. Es erstaunt wohl nicht, dass diesem Spiel fast mehr Zuschauer beiwohnten, als den darauffolgenden...  Wir, also das Damen 1, konnten dann unser Saisonauftaktspiel ziemlich problemlos gewinnen, die Herren hingegen gingen leider leer aus.

Später versammelte man sich (und damit meine ich rund 150 ehemalige und Aktive ”Lockerudare”) im Stadshotell Mariestad zur grossen Feier. Zuerst wurde uns ein leckeres 3-Gänge-Menü serviert und dann nahm alles seinen Lauf... Ich habe ja schon geahnt, dass dieses Fest ziemlich lustig werden könnte. Lustig hatte ich es dann auch den ganzen Abend und die ganze Nacht. Das alles fand ich dann aber nach dem Erwachen am Sonntagmorgen nicht mehr ganz so lustig.

An so tollen Tagen wie dem 14. September werde ich immer wieder daran erinnert, wie gut ich es doch in Mariestad habe. Ich zweifle wirklich keine Sekunde daran, dass mein Entscheid, nach Mariestad zu ziehen und für Lockerud zu spielen, der beste Entscheid meines Lebens war.

Ein kleiner Abstecher nach Gotland

Am vergangenen Wochenende stand die längste Auswärtsreise der Saison auf dem Programm. Was für die Teams der Superligan zum Alltag gehört, war für uns ein einmaliges Erlebnis. Neun Stunden hatten wir, bis wir auf Gotland waren. Spät abends kamen wir an, bezogen Unterkunft gleich neben dem Hafen, in dem wir mit der Fähre aus Nynäshamn eingefahren sind und legten uns auch sogleich schlafen… Alle, ausser, ja wer wohl? Ich und meine Zimmerpartnerin Lisa kriegten nämlich Zimmer 539 zugeteilt. Die Kärtchen funktionieren aber nicht. Da ich ein wenig übermüdet war und auch ein bisschen wütend, schlug ich mit der Faust in die Türe, und siehe da, sie öffnete sich. Aber eben leider von Innen, und raus kam ein Heilanddonnerwetter. Also schnell runter an die Rezeption und ein neues Zimmer gekriegen.

Am Sonntag war dann auch schon in aller Früh wieder Tagwache angesagt. Nach einem kurzen Spaziergang und „Sightseeing“ in Visby, kamen wir in den Genuss des herrlichen Frühstückbuffets des Scandic Hotels. Um 10.00 Uhr begann der Match gegen Endre Ungdom, welchen wir problemlos gewinnen konnten. Danach durften wir auch noch das Superligan Spiel zwischen Endre und Dalen schauen. Stolz sagte ich zu meinen Mitspielerinnen, dass bei Endre Schweizerinnen spielen. Noch ein wenig stolzer wurde ich, als Tanja Stella ein Tor für Endre erzielte. Es ist immer wieder schön, wenn wir Schweizer hier in Schweden zeigen, dass auch wir Unihockey spielen können.

Ja, und dann blieb uns nichts mehr anderes übrig als wiederum einen neunstündige Reise anzutreten, um nach Hause zu kommen. Mit einem 14-4 Sieg im Gepäck und viel „godis“ (Süssigkeiten, in Schweden ganz popluär), vergingen diese neun Stunden aber fast wie im Flug, oder eben auf der Fähre und im Car.

Heute, also am 11. Oktober, reise ich nach Mora. Die sechsstündige Zugreise ist also jetzt ein Klacks für mich. In Mora treffe ich nach drei Jahren endlich wieder einmal meine tschechische Kollegin Martina Capkova, die mittlerweile bei Kais Mora spielt. Und so als Tüpfchen auf dem I spielt Kais Mora am Samstag gegen Endre. Ich hoffe, ich kann dann auch wieder stolz sein, wenn die Schweizerinnen (Nötzli in Mora, Rüttimann, Stella und Altwegg in Endre) ihr Können zeigen.

Med vänlig hälsning, simisson