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Elchblog von Corin Rüttimann und Sarah Altwegg

Von Corin Rüttimann und Sarah Altwegg // Mittwoch, 25. Dezember 2013

Mir sind wider da..

Lange ist’s her seit dem letzten Blog nun haben wir es aber doch noch geschafft die letzten paar Wochen zusammen zu fassen.

In dieser Zeit ist einiges passiert hier… während Corin und Stella an den EFT reisten um sich für die WM vorzubereiten, machte Sarah infolge einer Lebensmittelvergiftung die erste Bekanntschaft mit dem Spital von Visby (mangels freien Zimmer wurde sie samt 4 anderen Patienten und einem Skelett auf den Gang verlegt). Wir lernten ein Spiel namens „Plump“ kennen (und ja wir begannen es, nach anfänglicher Abneigung zu mögen) und Sarah’s Eltern waren zu Besuch (aber auch wieder froh als sie nach Hause konnten, denn der Wind war nicht so ihr Ding).

 

Aufwärtstrend

Als wir das letzte Mal berichteten, tummelten wir nach vielen engen Spielen und den noch nicht wie erhofft vielen Punkten irgendwo unter dem Playoff-Strich herum. Seither klettern wir die Tabelle hoch. Nach einem 11:5 Heimsieg über Jönköpings IK spielten wir ein TV Live-Spiel gegen IBF Falun. Ein spezieller Moment für uns, denn sowas haben wir in der Schweiz noch nicht erlebt. Das Spiel hätte für uns nicht besser starten können und so lagen wir nach dem ersten Drittel bereits mit 3:0 in Führung. Bis in die 50 Minute erhöhten wir das Skore auf 7:2 ehe der Abend von Faluns Nationalspielerin Johanna Holmbom begann. Tatsächlich mussten wir 2 Minuten vor Spielende noch das 7:7 hinnehmen, ehe eben genannte Spielerin auch noch das 8:7 für Falun in der Verlängerung schoss. Das war eine ganz bittere Niederlage! So vieles gut gemacht, ein TV Spiel… und was haben wir daraus gelernt? Ein Unihockeyspiel dauert eben 60 und nicht nur 50 Minuten, man darf sich keine Pause nehmen um zu spielen.

Ja wie haben daraus gelernt, denn es folgten drei weitere Siege, ein 5:2 und  4:2 gegen unsere Schweizer-Kolleginnen bei Uppsala und Täby (letzteres wurde von Corin fast im Alleingang abgeschossen). Im letzten Spiel vor der WM-Pause schickten wir dann Karlstad noch mit einem 7:1 zurück auf’s Festland. Alles in allem zeigten die Leistungen also in die richtige Richtung, 5 Spiele, 4 Siege, 1 Niederlage nach Verlängerung das heisst neu Platz 5 und Playoff-Platz.

Mit einem Sieg und guter Stimmung ging es also in die WM-Pause, bevor dann alle abreisten, genossen wir noch einen der seltenen Partyabende bei zwei Teamkolleginnen.

WM (Pause)

Während Corin und Stella für wenige Tage nach Hause reisten um von da aus mit der Nationalmannschaft weiter nach Tschechien, nutzte Sarah die Gelegenheit um in der Schweiz ein wenig zu arbeiten (denn in Visby gibt es noch immer keinen Job). Natürlich genoss sie die Zeit zu Hause um Verwandte oder Freunde zu treffen und rannte wieder einmal durch die Militärhalle in Rüti. Sie war aber schon auch ein bisschen neidisch auf den tollen Roadtrip von Corin, wobei sie auf deren Fotos auch eine Antwort bereit hatte, als sie sich nach einem Snowboard-Tag im Liegestuhl der Jazzhütte in Davos erholte. Für beide war es aber schön wieder einmal die Berge zu sehen (in Gotland ist es ja schon ein Highlight wenn man einen Hügel sieht). 

Die WM ist vorbei und die Schweiz hat eine Bronzemedaille nach Hause gebracht. Nach einem erneut bitterem Aus im Halbfinale war das Ziel, das Spiel am letzten Sonntag zu gewinnen und die Revanche an den Tschechinnen ist geglückt. Unsere Teamkollegin Anna Jakobsson hatte dann die Finninnen beinahe im Alleingang abgeschossen, so wurde sie auch ausgiebig gefeiert und empfangen als sie zurück auf die Insel kam. Sarah nahm dort auch einmal ein genaueres Bild der Goldmedaille.. sieht schon nicht schlecht aus. Nun haben wir wieder zwei Jahre Zeit um uns zu verbessern, damit diese dann vielleicht auch mal wieder um den Hals der Schweizerinnen hängt.

Välkommen hem

Nun sind wir auch schon wieder zurück in Visby für genau 6 Tage, danach steht die kurze aber doch sehnlichst erwartete Weihnachtspause an. Die Anreise auf die Insel zurück war besonders für Sarah ein erneutes Abenteuer. Nachdem ihr Flieger in Berlin mit Verspätung ankam, rannte sie durch den ganzen Flughafen, um den Anschlussflug nicht zu verpassen und wurde dann als letzte Person von einem vollgestopften Bus empfangen. Sie hatte den Flieger also noch rechtzeitig erwischt, was ihr Koffer leider nicht behaupten konnte. Glücklicherweise sind die Temperaturen hier noch auszuhalten, denn die warmen Winterkleider kamen erst später nach Gotland.

Es ist schon ein wenig komisch wieder hier zu sein aber ein nettes Välkommen hem von unserem Sportchef erwärmte das Herz dann auch wieder. Välkommen hem oder Willkommä dihäi (mit a statt ä für d Bündner), für uns tönt beides gut. ;)

Am Dienstag stand das erste Training auf dem Programm, als wir dann gesehen haben womit wir beginnen dachten wir: Es ist schön wieder hier zu sein! ;) ..und so begannen wir mit dem Beep-Test…

In diesem Sinne wünschen wir allen frohe Festtage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!