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Elch-Blog von Pascal Meier

Lange haben wir nichts mehr von unserem Nationaltorwart Pascal Meier gehört. Er ist nach einem harten Sommer wohlauf wieder in Südschweden eingetroffen und erzählt uns von seinen Abenteuern. Von Luca Graf // Freitag, 03. Oktober 2014

Nun ist wieder an der Zeit den ersten Elch-Blog meinerseits zu schreiben. Letztes Jahr konnte ich diese Aufgabe irgendwie immer an Luca abschieben. Nun ist er derjenige der die Blogs einfordert, steiler Aufstieg! :)

Nach dem langen Sommer welchen ich in der Schweiz verbringen durfte, reiste ich Ende Juli zurück nach Växjö. Dieses Mal wie bereits erwähnt ohne Luca, dafür mit dem Wissen was auf mich zukommt und deutlich mehr Sprachkenntnissen. Mit schadenfreudigen Bemerkungen meiner Familie, dass ich bei meiner Ankunft die ganze Wohnung wieder Reinigen müsse, verabschiedeten sie sich von mir. Doch sie haben die Rechnung ohne meine Vermieterin gemacht. Mit einer frisch abgestaubten Wohnung und frischem Essen im Kühlschrank wurde ich herzlichst empfangen. Tja, wer zuletzt lacht, lacht…ihr wisst schon :)

Kaum angekommen in Schweden reiste ich wieder zurück in die Schweiz. Dieses Mal mit der ganzen Mannschaft an den Champy Cup. Eine spezielle und schöne Zeit für mich mal allen zu zeigen woher ich eigentlich komme. Ich wurde dementsprechend auch kurz vor der Abreise mit Fragen überrannt, jeder wollte noch etwas wissen. Die meist gestellten Fragen oder kuriosesten waren, ob es in der Schweiz WLAN gibt und wie teuer Schokolade ist. Zum Glück wurde eine Woche bevor wir in die Schweiz reisten das WLAN auch in der Schweiz erfunden, so konnten alle beruhigt die Reise antreten. Dazu wird wohl Lindt im nächsten Quartal einen Rekordumsatz verzeichnen.

Mit Valle Ahlroth haben wir wohl einen der technisch versiertesten Spieler in unseren Reihen. Das kommt wohl auch daher, dass er egal in welcher Situation, zu welcher Zeit auch immer mit seinem geliebten Zone Material herumläuft und dabei mit dem Bällchen herumspielt. Gerade nach einem anstrengenden und intensiven Spiel sorgte das letztes Jahr beim Einen oder Anderen für ein Kopfschütteln. Wenn er darauf angesprochen wurde, zuckte er jeweils kurz mit den Schultern und liess ein „jag älskar innebandy“ (Ich liebe Unihockey). Seine Liebe ist natürlich dieses Jahr nicht kleiner geworden, jedoch meint er uns damit angesteckt zu haben. Anders könne er sich nicht erklären, weshalb wir bei den ersten beiden Meisterschaftspielen in die Verlängerung gingen (Niederlage 6:7 n.V. gegen Storvreta und Sieg 6:5 n.V. gegen Dalen). Mir wäre es auch recht, wenn wir früher Feierabend machen und stattdessen 3 Punkte einfahren, obwohl ich natürlich auch das Unihockey „liebe“.

Bezüglich früher Feierabend machen, gab es letzte Woche auch einige schöne Szenarien. Da jeder Spieler für eine Junioren-Mannschaft zuständig ist, gehört natürlich auch der offizielle Foto-Termin dazu. Daher konnten wir unser Training erst um 20:00 beginnen. Richtig, zwanzig, Doppelpunkt, null null! Zu spät für einige von uns. Ich konnte beim Gedanken an die Trainingszeiten einiger Freunde in der Schweiz nur schmunzeln. Hier waren jedoch einige gar nicht zum schmunzeln aufgelegt und es wurde temperamentvoll diskutiert warum man nicht so spät trainieren sollte. Die gute Nachricht aber, es haben alle überlebt und konnten sogar am nächsten Tag zur gewohnten Zeit wieder trainieren.

Randnotiz:

Im dritten Spiel hat es nun endlich geklappt mit dem ersten Vollerfolg. Gegen Kais Mora dem Klub von Florian Bolliger gewannen wir nach den regulären 60 Minuten mit 9:4. Nebst den drei Punkten war es ebenso wichtig, dass Flo kein Tor gegen mich erzielen konnte. ☺

Fitness-Test nach dem Sommer
Schweden betrachten Schweizer Berge
Foto Termin mit Valle
Domi, Riedi und ich vor der WM-Halle in Göteborg