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Die Saison der grossen Chancen

Von Mäx Niederhuser // Dienstag, 12. August 2014

Mäx Niederhuser ist kein Optimist. Optimismus ist seiner Meinung nach etwas für alte Hippies oder alternative Kindergärtnerinnen. Er mag Konzepte nicht und schon gar keine Journalisten, diese Proleten. Und trotzdem muss er schweren Herzens zugeben: diese Saison hängt viel von ihnen ab. Nicht von Hippies aber von Konzepten und Journalisten. Es ist nämlich auch die Saison der grossen Chancen.

Der Champions Cup gastiert in wenigen Wochen in Zürich, mit Kim Nilsson spielt der beste Akteur in der Schweiz und schliesslich wartet das Superfinale als Höhepunkt. Viele Highlights, viele Chancen.

Wie wichtig die Medien und damit die Journalisten sind, beweist die Leichtathletik-EM. Vor zwei Wochen wussten gefühlte 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung nicht, dass dieser Event vor der Tür steht. Am Wochenende wird die Mehrheit dieser Leute dem Gold-Run der Schweizer Staffel beiwohnen und ihnen bei einem Medaillengewinn euphorisch zu jubeln. Mäx ist deshalb der Meinung, dass auch im Unihockey mehr in die Medienarbeit investiert werden muss! Und das nicht nur auf den Verband bezogen, sondern auch auf die Vereine. Es reicht nicht mehr, die Matchberichte an die Redaktionen zu schicken, das macht selbst der Unterwasservolleyballclub Niedergösgen. Mäx findet, dass den Journalisten exklusive Einblicke in die Mannschaften gewährt werden muss, nachhaltige Kontakte zu den Medienschaffenden aufgebaut und gepflegt werden müssen oder die Kommunikation über alle Kanäle geführt werden muss.

Zu teuer, zu aufwändig werden die meisten nun sagen. Teuer findet es Mäx nicht, mal abgesehen von der Manpower. Aufwändig ist es, aber in Zeiten, wo selbst kleine Sponsoring- und Werbebeiträge nur mit viel Einsatz der Vereine gesprochen werden, ist es bestimmt kein Nachteil, wenn sich der Sponsor jede Woche dank der Trikot-Aufschrift in der Zeitung wiederfindet. Denn eines ist eine Mär: Es wird nicht weniger in Sponsoring und Marketing ausgegeben. Die Beiträge sind aber viel schwieriger abzuholen. Deshalb braucht es Konzepte, wie man sich attraktiv und fit für Sponsoren macht. Eine gute Medienarbeit und regelmässige Erwähnung in deren Medien helfen dabei beträchtlich.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die vom Verband und die von den grossen Vereinen sollen sich in den Allerwertesten klemmen, solche Chancen kommen nicht jedes Jahr!

Bild: www.autorevue.at