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Die Playoffs nahen...

// Montag, 03. Februar 2014

Wir genossen alle unsere Weihnachten zu Hause in der schönen Schweiz…Fondue, Raclette, sich von Mama bekochen lassen, ja so kamen wir auch schon gestärkt vor Neujahr zurück nach Schweden um im hohen Norden gegen IBK Dalen zu spielen, ein direktes Duell um Platz 4.  Ein Spiel zwischen Weihnachten und Neujahr, auch das ist etwas Neues für uns.  Das Spiel begann gut und Corin erzielte schon in der vierten Minute die Führung, danach war es ausgeglichen und es gab viele Chancen auf beiden Seiten, so stand es nach 60 Minuten 4:4. In der Verlängerung fackelte Dalen nicht lange und so beendeten wir das Jahr 2013 mit 1 Punkt.

 Mit dem Flugzeug ging es via Stockholm zurück. Sarah hatte Besuch von ihren ehemaligen Mitspielerinnen Fabienne Thoma (Riders) und Tamara Schmucki (neu Dietlikon) und verbrachte 3 Tage in Stockholm. Corin feierte Neujahr mit Freund Dario ebenfalls in Stockholm, es war eine schöne Abwechslung einmal in einer Grossstadt zu sein. =)

1. Januar 2014 und unser Inselleben geht weiter…

Erfolgreich sind wir ins neue Jahr gestartet, gleich drei Siege wurden gefeiert. Zuerst ein 6:4 (Pixbo) und 7:5 (Huddinge) Heimsieg und dann auch noch auswärts 3:6 gegen die Startruppe aus Djurgården. Mit Lindström, Matsson und Tschöp standen gleich drei Spielerinnen des WM-Allstar Teams in deren ersten Linie, so war der Jubel nach dem Sieg gegen den Tabellenzweiten umso grösser.

Bald gab es aber ein neues Thema: DERBY gegen Mora. Da fragt man sich schon warum Derby? Endre von der Insel Gotland und Mora irgendwo aus der Region Dalarna inmitten von Schweden. Dies führt auf die vielen und hartumkämpften Playoff-Serien in den letzten Jahren zurück, man merkte die ganze Woche vor dem Spiel, es ist Derby-Stimmung. So kamen dann auch ca. 600 Zuschauer ans Spiel!

Durch eine abwesende Spielerin bei Mora wurde Silvana Nötzli zu Beginn der Partie in den Sturm  gesetzt und traf gleich zur Führung für die Gäste.  Eine spannende Partie mit vielen Chancen und harten Zweikämpfen. Auch Corin punktete und so stand es nach 60 Minuten wieder einmal 4:4, doch auch in diesem Spiel mussten wir uns geschlagen geben und verloren noch 4:5.

Seit dem 27. Oktober 2013 haben wir kein Spiel mehr in der regulären Spielzeit verloren, was wirklich sehr positiv ist, doch bei Spielen die in die Verlängerung gehen müssen wir uns etwas überlegen, denn da verloren wir bereits drei Mal.

Es gibt noch ein paar Spiele auszutragen bevor die Playoffs beginnen und wir setzen alles daran um mindestens den 4. Rang zu erreichen, damit wir Heimrecht haben und somit auch gleich den Top 3 Teams aus dem Weg gehen.

Schwedisch nicht die einzige Fremdsprache

Während unserer Zeit hier bemerken wir immer wieder, dass Schwedisch nicht die einzige Fremdsprache ist, denn manchmal verstehen wir Schweizerinnen einander selbst nicht einmal. =) So meinte Corin einmal: Pass uf! A guttla! Sarah fragte sich dann, was sie damit wohl meint… bis sich herausstellte, dass damit die Pfütze auf der Strasse gemeint war. Da Sarah mit Stella aber eine weitere Zürcherin als Unterstützung hat gilt am Ende einfach das Wort mit dem Zürcher Dialekt. =P Der Kantönligeist ist also auch auf der Insel noch nicht ganz verschwunden.

Von Corin gab es jedoch noch ein paar weitere lustige Aktionen. So brachte sie zum Beispiel zu Weihnachten Lachs mit nach Hause und fragte (in Sorge ob er immer gekühlt sein sollte) ob der Lachs wohl noch lebt? Sarah’s Antwort: Ich hoffe nicht. =)

Oder als sie in einem Spiel mit der Leistung der Schiedsrichterin nicht ganz einverstanden war und schrie: Kei ahnig hesch! Das amüsante war, dass alle Schwedinnen Sarah anschauten und fragten was Corin den geschrien hat. Ja manchmal hat es auch Vorteile nicht schwedisch zu sprechen.

 Das liebe Wetter..

Wie in jedem Land spricht man auch hier gerne über das Wetter. Der Winter zeigte sich lange nicht, so hatte es vor Neujahr nicht einmal in Umea Schnee und hier auf der Insel schneite es vor 2 Wochen das erste Mal. Da auf den Strassen Gotlands kein Salz gestreut wird, bleibt der Schnee und auch das Eis wird nicht weniger. Es ist immer wieder ein Abenteuer mit unsere Fahrräder durch die Gegend zu fahren. Spikes wären da schon von Vorteil, das merkte Sarah auch nachdem die Richtungsänderung in eine Kurve nicht optimal verlaufen ist.

Ebenso wenig lustig ist es am Abend um 22:00 bei -9 Grad vor einer Haustüre zu stehen die sich nicht öffnen lässt. Nach jeglichen gescheiterten Versuchen mit Wärme, Öl, Gefühl und Gewalt, liess sich diese dann aber nach einer Stunde doch noch öffnen.

Immerhin werden die Tage auch hier wieder länger und die Sonne zeigt sich öfters.

Unsere Beschäftigungen

Während Corin Teilzeit bei Sweprod (vor allem Herstellung von Emblemen für Autos) arbeitet hat Sarah immer noch jeden Tag die Wahl was sie gerade tun will. Sie hat jedoch eine Beschäftigung für die Nachmittage am Donnerstag gefunden, indem sie Greta (unserer Sprachlehrerin und Frau des Präsidenten) mit den Kindern ihrer Gruppe hilft. Dies sind Mädchen zwischen 7 und 11 Jahren. Es wird geredet, gespielt, *zvieri* gegessen und gesungen. Ideal um besser schwedisch zu lernen, denn wirklich gut englisch sprechen die Kleinen noch nicht, aber sie geben sich dafür grosse Mühe um langsam und deutlich zu sprechen. Bei den schwedischen Kinderliedern schauen sie dafür immer ganz gespannt ob Sarah jetzt auch mitsingt. Es ist nicht ganz einfach aber es wird von Mal zu Mal besser. =)

Ach ja und was wir hier unbedingt noch erwähnen müssen: In Gotland werden die Weihnachtsbäume tatsächlich noch aus dem Fenster geworfen, dies ist also nicht nur in der IKEA Werbung so. =)

Es ist aber nicht mehr überall erlaubt, da es auch gefährlich werden kann, wenn per Zufall jemand unten durch läuft. Vielleicht können wir noch ein genaues Reglement darüber ausfindig machen.

Zeitvertrieb vor dem Heimflug an Weihnachten (mit der Polin Malgorzata Pazio)
Das Schloss geknackt
Fahrradfahren bei Schnee und Eis
Sonnenschein in Gotland
Spiel gegen Leader Mora
Werbetafel vor dem Spiel gegen Dalen
Sarah mit den Kids