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Das Kapital der Sportler

// Montag, 30. Dezember 2013

In vielen Sportarten zählt die Muskelkraft, die Beweglichkeit, die Ausdauer. Im E-Hockey sind all diese Komponenten auch drin, das wahre Kapital der Sportler ist jedoch der Rollstuhl, der die Beine, die Fortbewegung für den Sportler bedeutet. 

E-Hockey wird seit beginn mit elektrischen Rollstühlen gespielt, der Rollstuhl war aufgrund des technischen Fortschritts jedoch noch keine Hilfe. Solang das „Teil“ fuhr, spielte man und es war für alle gleich. Der Fokus war mehr auf dem taktischen Spielstil, den Ideen der einzelnen Spieler. 

Der erste Fortschritt kam Mitte der 90er-Jahre. Auch wenn die Rollstühle noch rudimentär waren, sie fuhren etwas schneller und waren leicht wendiger. Der zweite Schritt, ein grosser sollte es werden, kam dann um die Jahrtausendwende. Der Sport, in Europa populärer werdend, bekam erstmals technische Unterstützung und speziell für den Sport angefertigte Rollstühle. Klein, sehr wendig und mit einer guten Endgeschwindigkeit. Es war für die Sportler eine neue Welt und der Fortschritt ist seither nicht zu stoppen.

Mehrere Hersteller, darunter die Firmen turbo-twist, Sunrise Medical oder Mac Gyver, stellen Rollstühle oder zumindest Spezialteile für den Sport her und in der europäischen Szene sind mittlerweile sehr viele dieser Rollstühle in Gebrauch. Und wo Technik ist, gibt es natürlich auch Mechaniker oder gute Handwerker, die versuchen, die Rollstühle einerseits akkurat anzupassen und andererseits noch schneller zu machen. 

Die finnischen Rollstühle von einem Mechaniker, der sich Mac Gyver nennt, gehören zu den schnellsten in Europa. Das Spezielle an diesen Stühlen ist ihre Herstellung - Recycling heisst das Zauberwort. Aus alten Rollstuhlteilen baut die Firma neue Rollstühle, die Elektro-Motoren gehören zu den Schnellsten. Die Stühle sind sehr leicht und dennoch sehr robust. Bei Sunrise Medical gibt’s einen Alltagsrollstuhl mit Sportkit, einem Schutzbügel um den Stuhl und schnelleren Motoren. Die Firma turbo-twist hat den grössten "Marktanteil" - in Italien, Deutschland, Holland, Belgien und der Schweiz fahren sehr viele Spieler den TTS 1 und 2. 

Jeder Sportler passt den Rollstuhl auf seine Bedürfnisse an, das gute Sitzen und Befestigen ist das A und O. Doch was für viele Sportler wichtiger ist, ist der Speed. Je schneller, desto mehr. Es kursieren überall Gerüchte, wer wieso den schnelleren Stuhl hat und welche Tricks dafür nutzt. „Getunte“ Motoren, stärkere Batterien, bessere Reifen und spezielle Schutzbügel machen aus den Rollstühlen Maschinen. 

Heute zählt neben dem Spielstil auch der technische Stand - solange es keine klare Tempolimiten gibt, wird weiter gefeilscht und ausprobiert. Gewisse Teams werden sich so noch länger einen Vorteil verschaffen, was im Sport bereits etwas zur Gewohnheit wurde. Dennoch bleibt es spannend, was sich im Sport tun wird in den kommenden Jahren. Der technische Fortschritt geht weiter...

Wer einen schnellen Sport sehen will - im E-Hockey ist man am richtigen Ort. Auf unserer Homepage (iron-cats.ch) sind alle Termine in der Agenda zu finden!

Die Iron Cats wünschen allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!