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Aller guten Dinge sind drei, oder doch vier, fünf..?

Von Simone Wyss // Donnerstag, 05. September 2013

Wir schreiben den 5. September 2013, die Tage werden kürzer, die Temperatur kälter und ich verbringe wieder mehr Zeit in Unihockeyhallen als draussen: Ja, ich befinde mich noch immer auf Breitengrad 58° 42' 55" N in Mariestad, Schweden.

Aller guten Dinge sind drei, oder doch vier, fünf..?

Eigentlich wollte ich ja nach dem Gymnasium nur mal eben schnell nach Schweden, mal schauen, wie das Leben und Unihockeylen im Norden so ist. Mittlerweile spiele ich meine dritte Saison für IBK Lockerud/Mariestad und ob dies meine letzte sein wird, steht noch in den Sternen.

Mir gefällt mein Leben hier einfach extrem gut. Meine Wohnung befindet sich in optimaler Nähe zu allem – 300 Meter zur Halle, zwei Kilometer zum Job, 500 Meter ins Zentrum, Lockerud ist wie eine zweite Familie für mich, das Städtchen Mariestad hat mich verzaubert, und und und…

Dass nun auch noch zwei neue Grossfeldhallen gebaut wurden, die mit unserer bisherigen Halle zu einer Arena zusammengeschlossen wurden, die ganz alleine unserem Verein gehört, ist natürlich das Tüpfchen auf dem I.

Aussergewöhnliche Trainingsorte

Dieses Jahr wollte ich ein bisschen neue Erfahrungen in Sachen Trainingsorten sammeln. Ende Juni machte ich mich also auf den Weg ins ferne Shanghai in China und bezog Unterkunft im luxuriösen Grand Hyatt Hotel im Jin Mao Tower. Der Kraftraum befindet sich dort auf gut 300 Metern Höhe. Da kann einem schon mal die Luft wegbleiben. Nicht nur vor Anstrengung sondern auch vor lauter Staunen.

Lediglich zwei Wochen später führte ich dann mein Sommertraining bei 30 Grad am Strand in Gran Canaria aus. Diese Reise kam eher etwas spontan zu Stande, da ich einen betriebsinternen Wettbewerb gewonnen habe. Das Ganze sah dann in etwa so aus – Am Donnerstag 25. Juli erfolgte eine zehnstündige Anreise mit Zwischenstopp in Barcelona, dann durfte ich drei Tage Aufenthalt in Gran Canaria geniessen, um danach am Sonntag wieder eine zehnstündige Rückreise anzutreten. Aber ja, wer sagt schon nein, wenn einem die ganze Reise inklusive Hotel bezahlt wird.

Kickoff

Am 19. August war es soweit, der diesjährige Kickoff stand auf dem Programm. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Kickoff mit Lockerud, als wir uns eine halbe Ewigkeit mit dem Fahrrad fortbewegen mussten, fast kein Essen erhielten und weder das Handy noch sonstige technische Geräte dabei haben durften. Ganz so schlimm wurde es dieses Jahr zum Glück nicht. Die Fahrräder wurden mit Kanus ausgetauscht, Essen erhielten wir nach ganztägigem Paddeln fast zu viel (selber gemachte Spaghetti Bolognese, Würstchen, Torte, Marshmellows) und auch mit der Aussenwelt durften wir kommunizieren. Abends spielten wir Brennball, genossen einen wundervollen Sonnenuntergang und machten es uns vor dem Lagerfeuer gemütlich. Danach wurde im Militärzelt übernachtet und am nächsten Morgen in aller früh nach Hause gepaddelt. Kurz gesagt, wir hatten eine Menge Spass.

So, das wars dann auch schon von mir – aber bis die Tage, ich komme wieder, keine Frage ;)

Med vänlig hälsning, simisson